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Ein starkes Zeichen der Solidarität

Mit einem Gottesdienst und anschließendem Stehempfang hat das Regionale Bündnis für Arbeit im Ostalbkreis sein 25-jähriges Bestehen gefeiert.

Aalen (Württemberg)

Die Vorstandschaft des Regionalen Bündnisses für Arbeit: (von links) Dr. Michael Class, Dr. Dieter Bolten, Dieter Sorg, Pfarrer i.R. Ulrich Marstaller. Foto: Schwenk

Vor 25 Jahren hat sich im Ostalbkreis eine starke Initiative gegründet: Das Regionale Bündnis für Arbeit e.V. ging mit fast allen Kirchengemeinden des Dekanats Ostalb und mit vielen bürgerlichen Gemeinden, flankiert von Organisationen und Verbänden, an den Start. Viel Gutes wurde seither bewirkt. In der Magdalenenkirche Wasseralfingen wurde jetzt das Jubiläum gefeiert.

Obwohl sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt komplett geändert hat und aus der einst so hohen Arbeitslosenquote nunmehr ein akuter Fachkräftemangel zu beklagen ist, hat das Regionale Bündnis für Arbeit sein Ziel immer stringent verfolgt: Das Bündnis kümmert sich um Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht andocken können, die langzeitarbeitslos sind oder sich schwertun, in die Berufsausbildung zu kommen. „Deshalb brauchen wir sie nach wie vor“, appellierte Geschäftsführer Dr. Dieter Bolten an die zahlreichen Gäste im evangelischen Gemeindezentrum. Zahlreiche Gründungsmitglieder hatten sich dort eingefunden, darunter Landrat a.D. Klaus Pavel, der sich an die Geburtsstunde des Bündnisses, ausgehend vom katholischen Dekanat Ostalb und der Evangelischen Kirche Aalen, erinnerte. „Die ideelle und materielle Unterstützung des Regionalen Bündnisses ist nach wie vor sehr wertvoll“, sagte Klaus Pavel.

Ökumenisches Vorzeigeprojekt

Dekan Robert Kloker sprach von einem „ökumenischen Vorzeigeprojekt“. „Wir müssen als Kirchen an den Herausforderungen der Gesellschaft beteiligt sein, um glaubhaft zu bleiben“, so Dekan Kloker, der die besten Wünsche des damaligen Dekans Dr. Pius Angstenberger überbrachte.

„Hinter jeder Zahl steht ein Schicksal“, führte Thomas Koch, Geschäftsführer des Jobcenters in Aalen, aus. Er erinnerte besonders an die vielen Alleinerziehenden, die ohne Arbeit sind, und an die psychischen Probleme, die arbeitslose Menschen oft begleiteten. Er lobte das Projekt „Freiwillig dabei“, bei dem langzeitarbeitslose Frauen und Männer ehrenamtlich tätig werden können. Dieses Projekt unterstützt das Regionale Bündnis für Arbeit schon seit vielen Jahren.

Die Einladung angenommen

Davor feierten die Gäste einen festlichen, ökumenischen Gottesdienst mit dem ersten Vorsitzenden des Bündnisses, Pfarrer i.R. Ulrich Marstaller, mit Dekanin Ursula Richter, Dekan Robert Kloker und dem Wasseralfinger Pfarrer Uwe Quast. Für den feierlichen Charakter sorgte Claudia Dolmetsch an der Orgel und der Posaunenchor unter der Leitung von Wolfgang Böttiger.

Dekanin Ursula Richter ging in ihrer Predigt auf das Thema „Einladung“ und das damit einhergehende „Annehmen“ oder „Absagen“ ein. „Wann haben sie das letzte Mal mit Freude einer Einladung zugesagt?“, fragte Richter in die gut besetzten Kirchenbänke. Das Besondere bei der Gründung des Regionalen Bündnisses sei gewesen, dass fast keiner der Eingeladenen abgesagt hatte. „Ein starkes Zeichen der Solidarität“, wertete Dekanin Richter.

Der Wille, gegen Arbeitslosigkeit etwas zu tun, und das Gefühl, sich an die Seite all jener zu stellen, die keine Arbeit haben oder finden, stand und steht gestern wie heute im Vordergrund. Das Regionale Bündnis für Arbeit feiert das 25-jährige Bestehen ein weiteres Mal mit einer festlichen Mitgliederversammlung am 14. Juli in Schwäbisch Gmünd.

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