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„Ein Stifterwunsch geht in Erfüllung“

Trotz der Corona-Pandemie gehen die Arbeiten beim Neubauprojekt Mönchfeld St. Johannes Maria Vianney in Stuttgart-Mühlhausen weiter.

Mühlhausen
Foto: Caritas Stiftung Stuttgart

Foto: Caritas Stiftung Stuttgart

Zwar fiel Mitte Oktober der symbolische erste Spatenstich bei der Kooperation von Stadtdekanat Stuttgart, Caritas Stiftung Stuttgart und Grötzinger Stiftung den Corona-Auflagen zu Opfer – dabei hatten sich selbst Generalvikar Clemens Stroppel und Stuttgarts Finanzbürgermeister Thomas Fuhrmann angesagt.

Und dennoch: Sobald die Baugenehmigung vorliegt, wird auf der Baustelle wieder in die Hände gespuckt – und einer Fertigstellung des Komplexes mit neuer Kirche, Kita und einem Gemeinde- und Wohnzentrum steht nichts mehr im Wege. Ganz im Sinne der Stifterin Ursula Grötzinger-Wiehrer und ihres verstorbenen Mannes Heinz Grötzinger.

Es ist ein Leuchtturm in der vielfältigen Arbeit der Caritas Stiftung Stuttgart.

 Das Neubauprojekt Mönchfeld ist das größte Bauprojekt in der 20-jährigen Geschichte der Caritas Stiftung Stuttgart. „Es ist ein Leuchtturm in der vielfältigen Arbeit der Caritas Stiftung Stuttgart“, sagt Heinz Wolf, der geschäftsführende Vorstand der Caritas Stiftung Stuttgart. Zusammen mit der Grötzinger Stiftung und dem Stadtdekanat Stuttgart sei ein Vorhaben auf die Beine gestellt worden, das seinesgleichen suche. 

Dreh- und Angelpunkt des Neubauprojekts sei das „großzügige und warmherzige Engagement der Stifterin Ursula Grötzinger“, unterstreicht Wolf. Es ermögliche vielen älteren Menschen ein Leben und Wohnen in ruhiger, grüner Umgebung inmitten der Landeshauptstadt, selbstständig oder mit pflegerischer Betreuung. „Mit dem Spatenstich zum Neubauprojekt Mönchfeld geht ein langjähriger Stifterwunsch in Erfüllung“, betont Wolf.

Mit viel Herzblut und Engagement umgesetzt

In Mönchfeld entstehen in Sichtweite der Weinberge neben einem Kirchenneubau und einem Gemeindezentrum eine Kindertagesstätte, ein Caritas-Gesundheitszentrum und 64 seniorengerechte Wohnungen. Das Ensemble mit einem Investitionsvolumen von ca. 24 Millionen Euro wird vom Stadtdekanat Stuttgart (Bauteil Kirche und Gemeindezentrum) und zum Großteil von der Caritas Stiftung Stuttgart (Bauteil Wohnungen und Kita) in Zusammenarbeit mit der Grötzinger Stiftung realisiert. Gebaut wird nach den Plänen des Stuttgarter Architekturbüros Ackermann & Raff, die im Februar 2017 den Architektenwettbewerb gewonnen haben. Im Sommer 2021 ist die Grundsteinlegung der neuen Kirche geplant. Die Fertigstellung des Komplexes erfolgt im Frühjahr 2023.

Für den Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Clemens Stroppel, ist das Bauprojekt das „Ergebnis einer gelungenen Kooperation der Kirchengemeinde St. Johannes Maria Vianney, des Stadtdekanat Stuttgarts sowie der Caritas-Stiftung Stuttgart und der Grötzinger-Stiftung“. Als eine der „großen Standortentwicklungen des katholischen Stadtdekanats“ bezeichnet Stadtdekan Christian Hermes den Ort. Er dankt der Grötzinger-Stiftung und der Caritas Stiftung Stuttgart „für die Errichtung dieser Wohnanlage, die eng mit der benachbarten Altenhilfeeinrichtung St. Ulrich des Caritasverbandes Stuttgart kooperieren wird“. Sein besonderer Dank gilt „Ursula Grötzinger-Wiehrer, die mit Herzblut und großem Engagement die Vision ihres 2016 verstorbenen Mannes fortführt“. 

Aus Sicht des örtlichen Pfarrers Ludwig-Frank Mattes wird im Mönchfeld ein Bauprojekt verwirklicht, „das den Menschen umfassend dient“. Mattes ist der leitende Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Stuttgarter Madonna, zu der auch die Gemeinde St. Johannes Maria Vianney mit ihren 1.400 Katholiken gehört. Wie auch Martina Siegl, die gewählte Vorsitzende der Kirchengemeinde, freut er sich nach dem Abriss seiner Kirche im Frühjahr 2020 auf den Neubau seines Gotteshauses.

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