Einem Zelt, gar einem Zelt von Nomaden gleicht das neue Gemeindehaus an der Olgastraße auf den ersten Blick. Die schrägen, weiß verkleideten Wände zur Straße hin sind ein Hingucker; schmale Fenster, die in die Höhe streben, greifen die Formensprache des schlanken, markanten Kirchturms auf und bilden zugleich einen spannenden farblichen Kontrast zum dominierenden Schwarz von Kirche und Turm. Und eigentlich liege man mit der Vorstellung eines Nomadenzeltes an einer viel befahrenen Straße gar nicht so verkehrt, wo man doch in einer Welt lebe, die immer neu zum Aufbruch reizt, in der Menschen „immer auf dem Sprung“ sind, immer mobil, ständig in Eile, findet Ilka Bollmann, gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats. Diesen „Nomaden des 21. Jahrhunderts“ soll das neue Gemeindehaus eine Bleibe sein.