Wie bei vielen Komponisten, die „S.D.G.“ unter ihre Werke schrieben, ist das „Soli Deo Gloria“ (Allein Gott die Ehre) Motiv und Antrieb für das unermüdliche Schaffen von Wolfgang Treß. So bot das Fest Kreuzerhöhung, an dem das Mysterium Jesu Christi – sein Gottsein, seine Hingabe in der Menschwerdung, sodann seine Erniedrigung am Kreuz, die Erhöhung zu Gott und das universale Lob seines Namens – in komprimierter Form erinnert und gefeiert wird, einen passenden Rahmen, um den „Chordirektor DCV“ zu ehren und aus dem Dienst als Chorleiter zu verabschieden. Teile einer Messe von Charles Gounod, „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ von Joseph Haydn, ein Stück aus Wiblinger Handschriften sowie ein selbst komponiertes Kreuz-Lied hatte Treß für diesen besonderen Gottesdienst, bei dem traditionell die Gläubigen mit dem in der Basilika verehrten Kreuzpartikel gesegnet werden, ausgewählt.