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Einziger Kirchenneubau der Diözese

Kooperation mit Stiftung Liebenau in Stuttgart-Bad Cannstatt

Stuttgart

Ein Ergebnis des Erneuerungsprozesses "Aufbrechen" der Katholischen Kirche in Stuttgart ist St. Peter in Stuttgart. Die sanierungsbedürftige und zu große Kirche von 1972 wich einem Zentrum aus Gottesdienstraum, Gemeinderäume und Kindertagesstätte sowie in Kooperation mit der Stiftung Liebenau Wohnungen und Werkstatt für Behinderte. Am 9. Dezember weihte Bischof Gebhard Fürst die neue Kirche. Für die katholische Stadtkirche in Stuttgart ist der Abriss und Neubau von St. Peter das erste realisierte Projekt innerhalb des Standortentwicklungsprozesses „Aufbrechen“. Ziel des Projektes ist es, die katholische Kirche in Stuttgart zukunftsfähig zu machen. Ermöglicht wurde der Neubau durch die Kooperation mit der Stiftung Liebenau, die einen Teil des Grundstücks von der Kirchengemeinde erworben hatte, um darauf die Behinderteneinrichtung St. Damiano mit Wohnbereich und Werkstatt zu errichten.

Auf den Apostel Petrus, den „Fels“ der Kirche und Namenspatron von St. Peter, verwies Bischof Gebhard Fürst in seiner Predigt. Petrus stehe für all die lebendigen Steine, „die dieses Zentrum mit seiner Kirche tragen“, sagte der Bischof. „Sie alle bringen ihre Buntheit und Vielfalt in dieses Haus, in die Kirche und an den Altar“, wandte er sich an die Gemeinde. Der Bau einer Kirche sei weit mehr als nur ein Bauprojekt. Gerade in der heutigen Zeit, in der Kirchen oftmals leer blieben, sei der Neubau einer Kirche etwas ganz Besonderes: „Für die Gemeinde eröffnet sich die einmalige Chance der Orientierung und Neuorientierung, des Verwerfens und Realisierens von Plänen“. Viele Engagierte hätten bei diesem Projekt Hand angelegt, zusammen mit den Architekten, Handwerkern und Künstlern sei etwas Wunderbares geschaffen worden, drückte der Bischof seine Freude über den Neubau aus. Aber fast noch wichtiger sei die Auseinandersetzung mit der Frage gewesen, was für ein Ort hier entstehen solle. Das Ergebnis sei kein steinernes Zeugnis, sondern ein Zeugnis des lebendigen Glaubens der Gemeinde, bescheinigte der Bischof dem Konzept von St. Peter. „Nehmen Sie die Kraft dieses Ortes mit hinaus in die Welt“, forderte der Bischof die Gemeinde auf.

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