Zum Inhalt springen

Erinnerungen an Bischof Georg Moser

"Georg Moser - unvergessen" in der Buchkritik

it diesem Buch erinnern die Herausgeber an den neunten Bischof von Rottenburg-Stuttgart mit dessen eigenen Worten und neuen Beiträgen von Zeitzeugen und Weggefährten.

Zu Beginn zeichnet Herbert Bour ein kurzweiliges und eindrucksvolles Porträt des schwäbischen Bischofs in seinem Beitrag „Georg Moser – Bischof des nachkonziliaren Dialogs“. Der langjährige persönliche Bischofsreferent und spätere Domkapitular und Referent für Theologie und Ökumene in Rottenburg bringt dem Leser Mosers Persönlichkeit aus dem Blickwinkel des Zeitzeugen nahe. Bours Erinnerungen an Moser lassen zudem wichtige kirchliche Themen der 70er und 80er-Jahre Revue passieren.

Das ist zusammen mit den Einleitungstexten der Herausgeber eine gute Grundlage, die hier versammelten Predigten, Ansprachen und Mediationen auch ohne persönliche Kenntnis der 70er und 80er Jahre einordnen zu können. Was Georg Moser selbst über Kirche, Glaube und die politische Dimension der christlichen Botschaft schrieb, liest sich auch heute noch mit Gewinn. Dass die „Weitergabe des Glaubens an die kommende Generation“ für die Kirche eine Herausforderung werden würde, hatte Moser schon damals erkannt.

Das Buch wird abgerundet durch Beiträge von Weggefährten Mosers, die unter anderem seine Verbundenheit mit der Weltkirche in den Begegnungen mit Dom Helder Camara und Mutter Teresa in Erinnerung rufen.

Martin Fahrner / Gerhard Rauscher / Rolf Seeger (Hg.): Georg Moser – unvergessen. Ein Porträt mit Texten des weltoffenen Bischofs. Schwabenverlag, Ostfildern, 2018, 176 Seiten

Der Weihbischof fasst zusammen: „Gemeinwohl-orientiert, Seelsorge-orientiert und engagementfreundlich uns auf den Weg zu machen. Damit können wir vielleicht die eine oder den anderen in die Kirche hineinnehmen oder wieder neu an die Kirche binden.“ Dies unterstreicht auch Diözesanadministrator Dr. Stroppel, der betont, dass die Kirche „jedes einzelne Mitglied“ braucht, denn „miteinander können wir für viele viel Lebensförderliches schützen und tun“. Und der Administrator der Diözese Rottenburg-Stuttgart setzt hinzu: „Ich danke von Herzen allen, die dabeibleiben und kirchliches Leben mittragen. Mitchristinnen und -christen, die aus welchen Gründen auch immer ausgetreten sind und dennoch unseren christlichen Glauben und unsere Werte teilen, lade ich gerne ein, zurückzukehren. Wir sind miteinander und zum Wohl aller unserer Mitmenschen auf alle angewiesen, die mitglauben, die mitfeiern und mithelfen.“

Die Statistik

Taufen:  10.718 (2022: 12.638 / 2021: 11.574 / 2020: 8274 / 2019:12.801)

Trauungen: 2.294 (2022: 2.901 / 2021: 1.653 / 2020: 884 / 2019: 3079)

Erstkommunionkinder: 12.437 (2022: 13.719 / 2021: 13.549 / 2020: 10.912 / 2019: 13.980)

Firmlinge: 11.028 (2022: 10.390 / 2021: 14.386 / 2020: 4495 / 2019:12.877)

Sonntagsgottesdienste: 1.471 (2022: 1.500 / 2021: 1.456 / 2020: 1.487 / 2019: 1.624) (Die Zahlen ermitteln sich aus dem Durchschnitt zweier Zählsonntage, die jährlich auf den zweiten Sonntag in der Fastenzeit und auf den zweiten Sonntag im November fallen.)

Bestattungen: 16.742 (2022: 17.862 / 2021: 17.889 / 2020: 17.758 / 2019: 17.100)

Mehr zum Autor

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Michael Habres

Skapulierbruderschaft und Kirchenrenovierung

Tannheim

Wie das „Tannheimer Fest“ mit langer Tradition seinen heutigen Ablauf bekam und was es mit der Martinskirche und der Prozession zu tun hat.

Redaktion Kirche im Privatfunk

Seit 100 Jahren für die Gemeinde da

Stuttgart

In der neuen Ausgabe von Alpha & Omega geht es um das Jubiläum der Gemeindereferent:innen. Seit 100 Jahren sind sie für die Menschen vor Ort da.

Götz Kanzleiter

Kirche im Quartier

Mannheim, Universitätsstadt

Die dritte Quartiersafari der Diözese Rottenburg-Stuttgart führte 52 Teilnehmende nach Mannheim. Dabei ging es auch um die Kirche der Zukunft.

Über 250 Besucher sind zu Gast bei „Menschen von hier“

Balingen

Veranstaltungsreihe ermöglicht das Gespräch und den Austausch zu Ängsten, Hoffnungen, Werten und darüber, wo der Glaube Halt im eigenen Leben gibt.

Im Miteinander als Kirche Zukunft gestalten

Schwäbisch Gmünd

Wie bleiben wir lebendige Kirche? Engagierte aus den Dekanaten Göppingen-Geislingen, Heidenheim, Ostalb und Schwäbisch Hall sprachen mit dem Bischof.