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Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch

Am 14. Februar startet die Fastenzeit. In Stuttgart gibt es viele Angebote der Besinnung und der Reflexion.

Stuttgart

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Bei Gottesdiensten gibt es die Tradition, sich das Aschekreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen. (Symbolbild) Foto: pixabay / debowscyfoto

Zur Vorbereitung auf Ostern begehen Katholiken weltweit ab Aschermittwoch, 14. Februar, die Fastenzeit. Auch im Stadtdekanat Stuttgart widmen sich viele Veranstaltungen dieser Zeit der Stille und des Innehaltens – vom ökumenischen Morgenlob über Fastenmediationen und Besinnungsnachmittage bis hin zur Lectio Divina, einer speziellen Bibellesung.

Wer geistig gut gerüstet in den Tag starten möchte, ist beim ökumenischen Morgenlob in St. Hedwig (Lieschingstraße 48, Möhringen) genau richtig: Von Aschermittwoch, 14. Februar, bis Gründonnerstag, 27. März, können Christen von 6.45 bis 7.00 Uhr täglich außer am Wochenende gemeinsam nach dem ökumenischen Stundenbuch „Magnificat“ beten. „Die Idee zum Morgenlob in der Fastenzeit entstand vor mehr als zehn Jahren durch eine Initiative der Männergruppe von St. Hedwig“, berichtet Ex-Pfarrgemeinde-, Gesamtkirchengemeinde- und Stadtdekanatsrat Franz-Xaver Friedel. Mittlerweile sei eine gemischte Gruppe zuständig. „Wir machen das als Gruppe, jeden Tag leitet eine andere Person das Gebet.“

Eine Fastenmeditation können Interessierte in St. Ottilia (Elbestraße 39, Münster) am Freitag, 23. Februar, von 19 bis 20 Uhr besuchen. Eine sonntägliche Eucharistiefeier mit anschließendem Fastenessen findet am 25. Februar in St. Franziskus (Mirabellenstraße 43, Obertürkheim) sowie am 10. März in St. Markus (Otto-Hirsch-Brücken 18, Hedelfingen) statt - jeweils von 10.45 Uhr bis 11.45 Uhr. Am Palmsonntag, 24. März, gibt es in St. Rupert (Koblenzer Straße 11, Hallschlag) nach einem Familiengottesdienst um 10.30 Uhr mit Segnung der Palmzweige ein Fastenessen.

Besondere, besinnliche Bibel-Lektüre

Geistige Nahrung verspricht das Projekt „Aufbrechen ohne Landkarte. Texte zum Weitergehen. Lectio Divina in der Fastenzeit“. Donnerstags am 15., 22. und 29. Februar sowie am 7., 14. und 21. März, können sich Interessierte jeweils von 18.30 -20 Uhr im Haus der Katholischen Kirche (HdKK, Königstraße 7, Mitte) unter Anleitung mit Bibeltexten auseinandersetzen. „Diese Art des Bibellesens, die Lectio Divina, ist geprägt von stillen Zeiten dazwischen, in denen die Teilnehmenden sich mit dem Text vertraut machen können, bevor man in den Austausch geht“, erklärt Schwester Nicola Maria Schmitt von der Citypastoral im HdKK. „Das hilft, um anderen gut zuhören und das Eigene ins Wort bringen zu können.“

Vorkenntnisse seien für die Teilnahme nicht nötig, so die Ordensfrau, die Abende können auch einzeln besucht werden. Das Angebot richtet sich an alle, die spirituell auf der Suche sind. Schwester Nicola Maria: „Die Teilnehmenden werden nicht nach Konfession oder Religion gefragt.“ Der Eintritt zu dem Projekt ist frei, Anmeldungen sind möglich beim Katholischen Bibelwerk.

Das Loslassen üben, den Glauben teilen

Nur ein Internetzugang ist notwendig, um am neuen Online-Kurs „frei werden“ des Spirituellen Zentrums station s teilzunehmen. Bei dem am 21. Februar startenden Angebot steht nicht der Verzicht im Mittelpunkt, vielmehr können Interessierte die Fastenzeit als Zeit der Freiheit erfahren. Mit Impulsen, Austausch und Achtsamkeitsübungen können sie an vier Abenden das Loslassen üben. Der Anmeldeschluss ist bereits am Freitag, 9. Februar. Der Kurs findet mittwochs am 21. und 28. Februar sowie am 13. und 27. März statt, jeweils von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr. Anmeldungen sind möglich per E-Mail an station-s.stuttgart@drs.de oder online auf der Website. Das Angebot ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten.

Auch in den Gemeinden sind allerlei Aktionen zur Fastenzeit geboten. Zum Beispiel Besinnungsnachmittage wie in St. Albert in Zuffenhausen. Dorthin laden der Freundeskreis Labyrinth der Gemeinden Zum Guten Hirten aus Stuttgart-Stammheim und St. Antonius aus Zuffenhausen ein, um mit kreativen Elementen und Tänzen den Glauben zu teilen. Der Besinnungsnachmittag findet am Samstag, 24. Februar, in St. Albert (Wollinstraße 55, Zuffenhausen) von 14.30 bis 18 Uhr statt – im Saal und bei gutem Wetter im bepflanzten Garten-Labyrinth mit sieben Umgängen. Anmeldungen nimmt Barbara Meiser vom Freundeskreis Labyrinth entgegen unter b.meiser@gmx.de oder Tel. 0711/ 825359. Zur Deckung der Unkosten des Besinnungsnachmittags sind 5 Euro erbeten.

Stichwort "Fastenzeit"

Die Fastenzeit soll auf den Tod und die Auferstehung Jesu an Ostern vorbereiten. Sie beginnt am Aschermittwoch, endet mit Karsamstag und dauert 40 Tage - unter Auslassung der Sonntage, die fastenfrei sind. Die Regeln mit dem Fokus auf den Verzicht auf Genussmittel wurden im Mittelalter streng auslegt, für Verstöße drohten harte Strafen. Dennoch gab es kreative Versuche, die Gebote zu umgehen: Der Legende nach gehen die Maultaschen, die „Herrgottsbescheißerle“, auf einen in Maulbronn zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges lebenden Laienbruder zurück, der Fleisch in Nudelteigtaschen steckte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Vorschriften immer laxer. So gelten für Katholiken das Fasten und die Abstinenz von Fleisch nur noch an Aschermittwoch und Karfreitag als verpflichtend. Über den Verzicht von Genussmitteln hinaus gibt es in der Fastenzeit Angebote zum Auto-, Plastik- oder Social Media-Fasten. In der katholischen Kirche organisiert das Hilfswerk Misereor die zentrale Fastenaktion. Auch in der evangelischen Kirche gibt es zahlreiche Aktionen zur Fastenzeit. Generell gehört Fasten zu allen Weltreligionen wie der Ramadan im Islam. Bei vielen nichtreligiösen Menschen ist Fasten im Trend – in der Hoffnung auf Gewichtsverlust und neue Energie für Körper und Geist.

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Fastenzeit

Katholische Kirche in Stuttgart

Dies ist ein Text der Katholischen Kirche in Stuttgart.
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