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Feierlicher Empfang im Rottenburger Rathaus

Bischof Dr. Klaus Krämer trägt sich nach dem traditionellen Großen Zapfenstreich vor Fronleichnam in das Goldene Buch der Stadt Rottenburg ein.

Rottenburg

Bischof Dr. Klaus Krämer, hier neben Bürgermeister Stephan Neher, trägt sich am 19. Juni 2025 in das Goldene Buch der Stadt Rotenburg ein. Foto: Stadt Rottenburg/ Fabian Schnaidt

Nach dem traditionellen Großen Zapfenstreich der Bürgerwache am Vorabend von Fronleichnam auf dem Rottenburger Marktplatz versammelten sich am 19. Juni geladene Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft im Rottenburger Rathaus. Bischof Dr. Klaus Krämertrug sich ins Goldene Buch ein – seitens der Stadt ein Zeichen der Wertschätzung und des Willkommens.

Enge Verbundenheit zwischen Stadt und Kirche

Oberbürgermeister Stephan Neherbegrüßte Bischof Dr. Klaus Krämer und die Gäste. Er betonte in seiner Ansprache die enge Verbundenheit zwischen Stadt und Kirche. Direkt neben dem Rathaus ist sie bei einem gemeinsamen Projekt momentan zu sehen: der Ausbau desJeckel-Areals, das künftig Übernachtungsmöglichkeiten, unter anderem auch für Pilgerer haben wird.

Als Bischof weiterhin Anwalt der Schwachen und der Randgruppen bleiben

„Ein neuer Bischof prägt nicht nur die Diözese, sondern auch die Stadtgemeinschaft“, so der Oberbürgermeister. Viele Rottenburger sind nicht nur gläubige Katholiken. Die katholische Kirche ist und bleibt zudem eine der größten Arbeitgeberinnen in der Bischofsstadt. Neher weiter: "Ich wünsche mir, dass Sie als Bischof weiterhin ein Anwalt der Schwachen und der Randgruppen bleiben. Denn gerade das Christentum stellt jeden Menschen in den Mittelpunkt - als einzigartig und wertvoll."

"Suchet das Wohl der Stadt"

„Es ist mir eine große Ehre", sagte Bischof Dr. Klaus Krämer. „Es ist eine gute alte Tradition, dass man an dem Ort, an dem man lebt, sich auch religiös und als Christ einsetzt. Schon der Prophet Jeremia schreibt in seinem 29. Kapitel: ‚Suchet das Wohl der Stadt in die ich euch geführt habe und betet für sie zum Herrn, denn in ihrem Wohl liegt auch euer Wohl.‘ Schöner könnte man das nicht sagen und von daher freue ich mich hier in Rottenburg Bischof zu sein und auch darüber, mich jetzt ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.“

„Verba vitae aeternae“ („Worte ewigen Lebens“)

Krämer (*14. Januar 1964 in Stuttgart) wurde am 19. Juni 1993 in Neresheim zum Priester geweiht und promovierte 2000 in Freiburg mit einer theologischen Arbeit zu Thomas von Aquin. Er war von 2008 bis 2019 Präsident des Internationalen Missionswerks missio in Aachen und zugleich ab 2010 Leiter des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Nach leitenden Funktionen im Bischöflichen Ordinariat Rottenburg – unter anderem als Domkapitular, Bischofsvikar und Kanzler – wurde er nach der Sedisvakanz im Dezember 2023 zum ständigen Vertreter des Diözesanadministrators berufen. Am 1. Dezember 2024 wurde er im Dom St. Martin zum zwölften Diözesanbischof von Rottenburg-Stuttgart
geweiht. Auch zu diesem Anlass gab es bereits einen Großen Zapfenstreich. Sein Wahlspruch lautet „Verba vitae aeternae“ („Worte ewigen Lebens“). Krämer setzt sich nach eigenem Bekunden in zahlreichen Interviews besonders für synodales Miteinander, globale Mission und Pastoralarbeit ein und stellt Bescheidenheit, Weitsicht und Nähe zu den Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns.

Gelegenheit zum persönlichen Austausch

Nachdem sich Bischof Dr. Krämer am Mittwochabend ins Goldene Buch der Stadt Rottenburg eingetragen hatte, bot sich bei einem anschließenden Imbiss Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Musikalisch wurde der Abend vom Horn-Ensemble der Stadtkapelle umrahmt.

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