Zum Inhalt springen

FFP2-Maskenpflicht beim Gottesdienstbesuch

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart reagiert auf neue landesrechtliche Vorgaben in der Corona-Pandemie und verschärft bewährte Sicherheitsvorschriften.

Rottenburg

Mit der Inkraftsetzung neuer landesrechtlicher Vorgaben besteht für die Diözese Rottenburg-Stuttgart die Notwendigkeit, ihre bewährten Regelungen für die Feier der Liturgie zu verschärfen.
So besteht laut einer neuen bischöflichen Anordnung für Personen ab 18 Jahren in der Alarmstufe II des Landes ab sofort die Pflicht, bei der Teilnahme an Gottesdiensten in geschlossenen Räumen eine FFP2-Maske oder einer Maske vergleichbaren Standards zu tragen.

Bischof Dr. Gebhard Fürst sagt: „Die Einführung dieser Verpflichtung ist notwendig und sinnvoll, da FFP2-Masken im Vergleich zu einfacheren Masken die Ansteckungsgefahr stark reduzieren.“ Für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis einschließlich 17 Jahren gilt in beiden Alarmstufen nach wie vor die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes, einer so genannten „OP-Maske“.

Unabhängig davon können Gottesdienste auf dem Gebiet der württembergischen Diözese unter Einhaltung der seit März 2020 bestehenden strengen Regelungen und Hygienekonzepte auch künftig ohne G-Nachweis gefeiert werden. Die Sicherheitsvorkehrungen zur Feier der Liturgie wurden in den vergangenen Monaten mit Blick auf die Entwicklung der Pandemie fortlaufend durch die Diözesanleitung angepasst und dank dieser Schutzvorschriften kam es in den seither rund 250.000 liturgischen Feiern in Württemberg noch zu keiner Ansteckung mit Covid-19 während eines Gottesdienstbesuchs. Neben dem nun verpflichtend gewordenen Tragen einer FFP2-Maske ab 18 Jahren in der Alarmstufe II gehören so unter anderem das Einhalten eines Abstands von 1,5 Metern zwischen den Angehörigen unterschiedlicher Haushalte, das regelmäßige Desinfizieren, das Lüften, die Beschränkung des Gemeindegesangs auf wenige Lieder und die Beschränkung der Gottesdienstdauer auf eine Stunde zum Standard. 

Kommunion wird in vielen Gottesdiensten mit der Zange gereicht

Vor dem jeweiligen Gottesdienst erwartet die Besucher dann wiederum eine ungewohnte Situation: Ehrenamtliche aus den Gemeinden und die Mesner stehen am Eingang, um den Einlass zu kontrollieren. Den Besuchern wird das Tragen von Schutzmasken empfohlen, im Eingangsbereich wird Desinfektionsmittel bereitgestellt. Die Weihwasserbecken dagegen bleiben weiterhin leer. Leer sein werden auch die Regale mit den Gesangbüchern, die Besucher sind angehalten, ihr eigenes Buch mitzubringen. Das gemeinsame Singen bleibt ebenfalls aus, stattdessen werden Kantoren oder maximal vier Chormitglieder, die wiederum in großem Abstand voneinander stehen, den Gesang übernehmen.

Auf Veränderungen müssen sich die Besucher auch beim Spenden der Kommunion einstellen. Bei der Eucharistiefeier wird die Hostie in vielen Gemeinden mit einer Zange gereicht, um direkte Berührungen zu vermeiden.Für diese Form der Darreichung hat sich auch Pfarrer Andreas Gälle in den Neckarvororten entschieden. „Ich freue ich mich, wieder mit einem Teil der Gemeinde zusammenkommen zu können. Wir alle haben in den vergangenen Wochen die Erfahrung gemacht: Streaming-Gottesdienste sind einfach nicht dasselbe wie ein Gottesdienst in Gemeinschaft." Aber auch er räumt ein: „Diese Form der Gottesdienste, die aufgrund des Infektionsschutzes im Moment erforderlich ist, wird unsere Kultur der Gottesdienste verändern", so der leitende Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-St. Urban.

Mehr zum Autor

Aktuelles

zum Thema

Markus Waggershauser

Im Storchengang durchs kalte Wasser

Jordanbad

Wassertreten im Kneippbecken ist gut für die Gesundheit und erfrischt im Biberacher Jordanbad und anderswo Körper und Seele - nicht nur im Sommer.

Anita Wenger

Handgeschriebene Corona-Bibel unterwegs

Wolpertswende

Die Kirche St. Gangolf in Wolpertswende beherbergt im Oktober ein Druckexemplar der St. Galler Bibel mit vielfältigen Illustrationen.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Arkadius Guzy

Chor aus Malaysia zeigt Glaubenstradition

Heilbronn

Im Rahmen einer langjährigen ökumenischen Direktpartnerschaft besucht ein Ensemble von der Insel Borneo die Stadt Heilbronn und die Umgebung.

Diözese Rottenburg-Stuttgart

Kirchen suchen gemeinsame Lösungen mit Kommunen

Stuttgart

Acht Regionentreffen laden zum Austausch über die Zukunft kirchlicher Gebäude in Württemberg. Bischof und Landesbischof beziehen in Video Position.

Kirche im Wandel – Zukunft mitgestalten

Stuttgart

Die Diözesanräte Johannes Bergold und Wolfgang Ernst sprechen darüber, wie kirchliches Leben auch unter veränderten Bedingungen lebendig bleiben kann.

Stiftung Liebenau

Austausch über soziale Arbeit, Pflege und Hospiz

Liebenau

Bischof Dr. Klaus Krämer besucht die Stiftung Liebenau in Meckenbeuren und deren Einrichtungen im Franziskuszentrum in Friedrichshafen am Bodensee.

Sibylle Schwenk

Starkes Miteinander durch Wertschätzung und Respekt

Ellwangen (Jagst)

Mit weißen Rosen und Kerzen erwiesen Gläubige aus Kirchengemeinden rund um Ellwangen bei der Dekanatswallfahrt dem seligen Pater Philipp die Ehre.