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Florian Störzer ist Pfarrer im Vorallgäu

Dekan Ekkehard Schmid investierte den früheren Sekretär des Bischofs in Bodnegg für die ganze Seelsorgeeinheit.

Bodnegg
Florian Störzer steht im weißen Messgewand am Ambo. Neben ihm steht die Osterkerze auf einem Steinständer. Hinter dem Chorbogen sitzen die beiden anderen Priester.

Pfarrer Florian Störzer bei seiner ersten Predigt in der Seelsorgeeinheit Vorallgäu zusammen mit Dekan Ekkehard Schmid und Pfarrer Cristea Zarioiu (v.l.) - Foto: Kirchengemeinde Bodnegg

Das Pfarrhaus in Bodnegg unterhalb der barocken Dorfkirche auf dem Berg gehört sicher zu den imposantesten der Diözese - mit freiem Blick auf die Alpenkette. Dass Florian Störzer aber nicht Pfarrherr der vier Kirchengemeinden in der Seelsorgeeinheit Vorallgäu sein, sondern die Herzen der Menschen erreichen wolle, machte er beim Investiturgottesdienst am vergangenen Sonntag deutlich. Die Gegenwart Gottes in Wort und Tat und mit Herz und Hand zu verkünden sei die vordringlichste Aufgabe jedes Christen. Er möchte das als Priester mittragen und dabei unterstützen.

Nachdem Dekan Ekkehard Schmid, Leiter des Dekanats Allgäu-Oberschwaben, den 37-Jährigen an den Priestersitz begleitet hatte, erhielt Störzer symbolisch den Kirchenschlüssel überreicht. In seiner ersten Predigt ging der neue Seelsorger auch auf Verletzungen in der Welt und bei jedem und jeder Einzelnen ein. Im Evangelium wollte der Apostel Thomas zuerst die Wunden des Auferstandenen berühren, bevor er glaubte. Es gehe also nicht darum, Wunden zu übersehen oder zu überdecken, betonte Störzer. Der auferstandene Jesus habe seine Wunden gezeigt nachdem er seinen Jüngern zuerst den österlichen Frieden zugesprochen habe.

Freude über Neuanfang

Mit dem Amtsantritt des neuen Pfarrers endete eine zweieinhalbjährige Vakanz. Ines Pfluger, gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates Grünkraut, dankte Pfarrer Edgar Briemle von der Nachbarseelsorgeeinheit "Tor zum Allgäu", der diese Zeit als Administrator zusammen mit Gemeindereferent Elmar Kuhn und Gemeindeassistentin Leonie Frosdorfer sowie den Ehrenamtlichen überbrückte. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Briemle an der Investitur nicht teilnehmen. Pflugers Koleginnen Marlies Waldinger von Unterankenreute und Roswitha Boneberg-Behling von Bodnegg bedankten sich auch bei Pfarrer Cristea Zarioiu für die Aushilfe bei Gottesdiensten und brachten ihre Freude über den Neuanfang mit Pfarrer Störzer zum Ausdruck.

Aus Waldachtal-Lützenhardt stammend wirkte Störzer nach seiner Priesterweihe 2014 zunächst ein Jahr als Vikar in der Seelsorgeeinheit Bad Schussenried, bevor ihn Bischof Gebhard Fürst als Sekretär nach Rottenburg holte. 2018 beendete er die Aufgabe im Bischofshaus und sammelte 15 Monate Erfahrungen als Vorstandsassistent beim Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg. Im Dezember 2019 trat Störzer seinen Dienst als Pfarrvikar in der Seelsorgeeinheit Rottweil-Hausen-Neukirch an, von der aus er ins Dekanat Allgäu-Oberschwaben wechselte.

Vorgeschmack des Himmels

Trotz Regenwolken begleiteten am Sonntag eine große Schar von Ministranten, die Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine und Gruppierungen sowie der Musikverein den neuen Pfarrer zur Kirche. Am Ende der Feier überbrachte der Bodnegger Bürgermeister Christoph Frick seine Wünsche an den Seelsorger in Reimform. Auf die gute und gewachsene ökumenische Verbundenheit verwies Pfarrer Manfred Bürkle von der evangelischen Kirchengemeinde Atzenweiler-Vogt. Störzer zeigte sich in seinem Schlusswort dankbar und glücklich, nun als Pfarrer im Vorallgäu, im „Vorhimmel“ Oberschwabens wirken zu dürfen.

Pfarrer Florian Störzer wird sich an den kommenden Sonntagen auch in den Kirchen St. Gallus und St. Nikolaus in Grünkraut, St. Martin in Schlier und Mariä Himmelfahrt in Unterankenreute im Gottesdienst vorstellen.

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