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Fragestunde im Bischofshaus

Diese Woche empfing Bischof Dr. Gebhard Fürst Schüler:innen der Rottenburger Lindenschule. Deren viele Fragen beantwortete der Bischof gerne.

Rottenburg am Neckar
Diözese Rottenburg-Stuttgart

Zum Abschluss erhielt der Bischof zum Dank ein selbstgestaltetes Bild und die Besucher:innen erhielten jeweils ein Glas bischöflichen Honig überreicht. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Christian Fallier, Lehrer an der Lindenschule in Rottenburg, verfolgt ein ganz besonderes Projekt: Gemeinsam mit seinen Schüler:innen unternimmt er sogenannte "Lerngänge". Besucht werden dabei die unterschiedlichsten Personen, Betriebe und Einrichtungen der Stadt Rottenburg. Optik Schäfer beispielsweise war dabei, die Firma Dachser in Ergenzingen oder der Giant Store. Und diese Woche empfing Bischof Gebhard Fürst die Gruppe aus dem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum im Bischofshaus.

Einblicke geben und Teilhabe ermöglichen

Aufgabe der Schüler:innen bei ihren Lerngängen ist es, ihre Gastgeber:innen zu interviewen, um so möglichst viel über ihr Tun herauszufinden. Im Anschluss wird alles mit Text und Bild dokumentiert. 14 Lerngänge wurden in diesem Schuljahr schon absolviert. Bis zu den Sommerferien sollen es 20 sein.

"Es ist mir ein Herzensanliegen, meinen Schülerinnen und Schülern das Leben ihrer Mitmenschen und ihrer Umwelt in all seiner Vielfalt zu vermitteln und ihnen dadurch Einblicke zu ermöglichen, die ihnen sonst verschlossen wären", beschreibt Fallier seinen Ansatz. Es gehe ihm um Teilhabe. Und er berichtet: "Bei unseren Lerngängen kamen wir auch immer wieder am Dom St. Martin und am Bischöflichen Ordinariat vorbei und immer wieder tauchte die Frage auf, wer denn der Bischof ist und was er eigentlich so macht." So kam es zur Anfrage ans Bischofshaus und daraufhin folgte die herzliche Einladung an den Lehrer, gemeinsam mit seinen Schüler:innen Bischof Gebhard Fürst doch einmal zu besuchen.

Ein Bischofsring zum Anprobieren

Welches Fach er in seiner Schulzeit denn am liebsten mochte und worin er "nicht so gut" war, wollten die jungen Besucher:innen beispielsweise wissen und der Bischof verriet, dass er Biologie und Geschichte sehr mochte, er aber in Mathe nicht so gut war. Auch erfuhren die Gäste aus der Lindenschule beispielsweise, dass der Bischof, der sich eine Stunde Zeit für sie nahm, in seiner Freizeit gerne verreist und seine Tage, die mit einem Gebet in der Hauskapelle beginnen, von früh bis spät mit vielen Terminen gefüllt sind. 

Im Anschluss an die Fragerunde zeigte Fürst seinen Gästen die "Wiese der Nachhaltigkeit" und die Photovoltaikanlage auf dem Bischofshaus-Dach, mit denen er Zeichen für den Klima- und Artenschutz setzt. Dann ging es zum gemeinsamen Gebet in die Hauskapelle und auf dem Weg von dort zurück zu einem erfrischenden Getränk im Foyer wartete ein weiterer Höhepunkt: Der Bischof zeigte den Besucher:innen seine Mitra, das Brustkreuz und den Bischofsring, den er sogar zum Anprobieren gab.

Ganz am Ende des kurzweiligen Besuchs stand der Austausch von Geschenken: Bischof Fürst freute sich sehr über ein selbstgemachtes farbenfrohes Kunstwerk, das ihm überreicht wurde, und beschenkte seine Gäste im Gegenzug mit bischöflichem Honig aus seinen Bienenstöcken, der ebenfalls mit großer Freude entgegengenommen wurde.

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