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Gemeinsam für die Demokratie

Eine Demo gegen Rechts bringt etliche Menschen in Stuttgart zusammen. Für die Diözese Rottenburg-Stuttgart sprach Karin Schieszl-Rathgeb.

Stuttgart

Ordinariatsrätin Karin-Schieszl-Rathgeb sprach auf der Kundgebung „Wir sind die Brandmauer“ am 1. Februar auf dem Stuttgarter Schlossplatz für die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Foto: DRS / Jochen Wiedemann

In nicht einmal einer Woche hat der BUND Baden-Württemberg die Veranstaltung organisiert. Seiner Einladung sind zahlreiche Organisationen gefolgt, darunter auch die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Foto: DRS / Jochen Wiedemann

Auch kirchliche Gruppierungen zeigten Flagge gegen Ausgrenzung und den Rechtsruck. Foto: DRS / Jochen Wiedemann

Rund 44.000 Menschen haben laut Angaben des Veranstalter auf dem Stuttgarter Schlossplatz an der Kundgebung teilgenommen. Foto: DRS / Jochen Wiedemann

„Wir sind die Brandmauer!“ – unter diesem Titel haben sich am Samstag rund 44.000 Menschen (lt. Veranstalter) auf dem Stuttgarter Schlossplatz versammelt, um gemeinsam gegen den Rechtsruck in der Politik zu demonstrieren. Zu der Kundgebung aufgerufen hatte der BUND Baden-Württemberg, der Einladung gefolgt sind zahlreiche Organisationen, darunter auch die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Stellvertretend sprach Ordinariatsrätin Karin Schieszl-Rathgeb auf der Bühne.

„Wir stehen hier zusammen, weil wir alle spüren: Unsere Demokratie ist in Gefahr“, sagte sie, „aber wir machen hier und jetzt unmissverständlich klar: Wir lassen nicht zu, dass sich rechtsextreme Strömungen immer weiter ausbreiten!“ Sie betonte, dass alle Teilnehmenden auf dem Schlossplatz als Brandmauer stehen – eine Brandmauer gegen Hass, Hetze und die Normalisierung von Fremdenfeindlichkeit. „Wir sind die Mauer, die verhindert, dass extremistische Kräfte diese Gesellschaft weiter untergraben“, sagte sie.

Dauerthema Extremismus

Die Themen Demokratie und Gefahr von Rechts rücken derzeit besonders in den Fokus – nicht nur, weil am 23. Februar ein neuer Bundestag gewählt wird, sondern auch, weil einige Gedenktage zum 80. Jahrestag des Holocaust-Endes nicht weit zurückliegen. Bereits bei diesen Gedenkveranstaltungen haben viele Menschen – darunter zum Beispiel Bischof Dr. Klaus Krämer – dazu aufgerufen, wach zu bleiben und eine Wiederholung der Geschichte unbedingt zu verhindern.

Genauso forderten nun zahlreiche Menschen in Stuttgart, nicht mit Rechtsextremen zusammenzuarbeiten und unsere Demokratie zu schützen. Sie forderten klare Regeln gegen Desinformation, Investitionen in eine gerechte, ökologische Zukunft, den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu stärken und die Grundsätze einer humanen und solidarischen Gesellschaft zu bewahren sowie grundlegende Menschenrechte nicht weiter auszuhöhlen.

„Als Vertreterin der Kirche sage ich ganz klar: Unser Kreuz hat keine Haken! Unser Kreuz steht dem Fremdenhass entgegen! Es steht gegen Ausgrenzung, gegen Rassismus und gegen Antisemitismus!“, sagte Karin Schieszl-Rathgeb.

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