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Gewandelt und bereichert vom Frauenfest

Unter dem Leitwort „wunderbar - wandelbar: Frauen gestalten Zukunft“ feierte der KDFB-Diözesanverband sein Frauenfest.

Untermarchtal
Frauen speisen im Klosterstadel. Christina Kirsch

Um sich auszutauschen, zu stärken und neue Impulse zu sammeln, kamen mehr als 200 Frauen zum KDFB-Frauenfest nach Untermarchtal - hier beim Mittagessen im Klosterstadel. Foto: Christina Kirsch

Es war der heißeste Tag des Jahres. Aber die Frauenbund-Frauen ließen sich das Frauenfest im Bildungsforum Untermarchtal nicht entgehen. Es stand unter dem Thema „wunderbar – wandelbar - Frauen gestalten Zukunft“.

„Es ist einfach toll, was ich heute erfahren habe“, freute sich eine Frauenbundfrau in der Kaffeepause. „Das war mir gar nicht so klar, was die KI mit uns macht“, wunderte sich eine andere Teilnehmerin, die am Nachmittag den Workshop zur Künstlichen Intelligenz besucht hatte. Sie wolle sich nun mehr damit beschäftigen. Die Themenvielfalt der neun Workshops sei wirklich erstaunlich, ergänzten weitere Teilnehmerinnen, hier könne jede etwas für sich mit nach Hause nehmen. Körper und Geist bekamen bei Qigong oder dem Heilsamen Singen, beim Kennenlernen von Selbstverteidigungstechniken oder auch bei JUGUM, dem Beten mit dem Leib, neue Impulse. Wer angeregt entspannen wollte, genoss das Konzert mit dem „Duo Contradanza“ oder ließ die Gedanken bei einem achtsamen Spaziergang schweifen.

 

Kontaktpflege und Inspiration beim Frauenfest

Das Frauenfest des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) war für viele Frauen ein fester Termin zur Kontaktpflege, zum Sich-inspirieren-lassen und zur Vertiefung des eigenen Glaubens. Dabei fehlte am Vormittag auch die heitere Note nicht: Als die Kabarettistin Christiane Maschajechi das Thema „wunderbar – wandelbar“ wörtlich nahm und sich von der resoluten Schwäbin in ein blumenbekränztes Wesen verwandelte, waren die Frauen vor Lachen ganz hingerissen. Die Berufssprecherin beim SWR-Hörfunk bezog liebevoll und spontan ihr Publikum mit ein, so dass die Diözesanvorsitzende Dorothee Golm auch mal bei einem widerspenstigen Reißverschluss behilflich sein musste. Maschajechis Lobgesang auf die Kreativität der Mütter, ihr Staunen über die Menschwerdung und ihre Kritik am Optimierungswahn machten aber auch auf humorvolle Art nachdenklich. 

Die Teilnahme an den Workshops fügte sich auch ohne Anmeldung vollkommen problemlos, und man hatte den Eindruck, dass jede Frau etwas für sie Passendes fand. Intellektuell anregend unterhielten sich die Frauen mit KDFB-Vizepräsidentin Dr. Ulrike Gerdiken über die Verbandsarbeit des Frauenbunds. Aus dem anspruchsvollen Thema entspannen sich nachdenkliche Diskussionen zum Katholisch-Sein, zur Demokratie, zum Stand der Kirche und zum persönlichen Verhältnis zu einer uralten Institution, die man einerseits als Heimat, andererseits als Konfliktfeld sah.

Ehrungen und ein Abschied

Vor der Schlussandacht in der Vinzenzkirche ehrten Diözesanvorsitzende Dorothee Golm und Geschäftsführerin Dr. Birgit Mayer drei Frauen, die mit ihrer Arbeit den KDFB wesentlich bereichert und geprägt haben. Gabi Ilg aus Meckenbeuren wurde für ihren aktiven Einsatz auf Zweigvereins-, Bezirks- und Diözesanebene mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Petra Zellhuber-Vogel wurde mit der Lapislazuli-Nadel des KDFB geehrt. Bei einer Live-Schaltung ins heimische Wohnzimmer wurde ihr vielfältiges Engagement, unter anderem ihre Pionierinnenarbeit im Landesmedienbeirat und der medienpolitischen Kommission auf Bundesebene gewürdigt. Mit etwas Wehmut wurde Claudia Schmidt als Geistliche Beirätin des KDFB in der Diözese verabschiedet. In vielfältiger Weise und an zahlreichen Orten der Diözese hat sie die spirituellen Themen des KDFB begleitet, unterstützt, gefördert und in Erinnerung gerufen. 

Nach dem gemeinsamen Singen im Gottesdienst konnte jede der mehr als 200 Frauen Gedanken, Begegnungen und Impulse des Tages Revue passieren lassen. In der Lesung wurden die Teilnehmerinnen gestärkt mit den Worten: „Meine Geistkraft lege ich in eure Mitte“, auch und besonders an den Orten, die dunkel und trostlos erscheinen. Gestärkt vom Gebet und dem Gefühl, ein bisschen gewandelt und bereichert worden zu sein, meinte eine Frau: „Des war wirklich wunderbar“.

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