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Popmusik: Glaube, der nicht glatt klingt

Das popmusikalische Kollektiv Credo·Collab übersetzt das Glaubensbekenntnis in Musik. Single-Auskopplungen eines neuen Albums können gestreamt werden.

Stuttgart
Auf einer Bühne sind 13 junge Frauen und Männer zu sehen, die alle freundlich in die Kamera blicken. Eine Frau trägt einen roten Cowboyhut und eine Sonnenbrille mit weißem Rand und roten Gläsern. Im Hintergrund ist das Bild einer Schallplatte auf einer Leinwand zu sehen, in deren Mitte "Credo Collab" steht. Links steht eine E-Gitarre in einem Ständer. Joscha Reuther

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler in der Popakademie Mannheim sind in der hinteren Reihe (von links) Diana Ezerex, Jan-Christoph Hanke, MICHAL, Paul Heide, Jonny vom Dahl, Julian Maier-Hauff, Nils Schowalter, Kim Hoss, Heike Ostertag und Jonnes. Und vorne (von links): Björn Amadeus, Elli und Samuel Breuer. Bild: Joscha Reuther / KI-Bearbeitung

Zwölf Künstler, zwölf Songs, zwölf Perspektiven auf einen der bekanntesten Texte des Christentums: Ab dem 25. September veröffentlicht das popmusikalische Kollektiv Credo·Collab die ersten Songs eines Albums zum Apostolischen Glaubensbekenntnis. Das Kooperationsprojekt der Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart vertont die alten Glaubenssätze nicht einfach neu, sondern erzählt von Sehnsucht, Hoffnung, Zweifel und Neuanfängen. „Wir wollen einen Glauben hörbar machen, der nicht glatt klingt. Einen Glauben, in dem Zweifel und Brüche genauso ihren Platz haben wie Hoffnung und Vertrauen“, sagt Tobias Aldinger, der das Projekt gemeinsam mit Jan Eisele in der Erzdiözese Freiburg initiiert hat. Sebastian Heeß, Referent für Popularmusik in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, ergänzt: „Die Songs geben keine fertigen Antworten. Sie erzählen ehrlich von einem Glauben, der sich ein Leben lang entwickelt.“

Bundesweiter Song-Contest bringt die Auswahl

Hervorgegangen ist das Album aus einem bundesweiten Song Contest Anfang 2026 mit mehr als 50 Einsendungen aus christlichen und weltlichen Kontexten. Eine hochkarätige Jury – darunter Michael Herberger (Mitbegründer der Popakademie Baden-Württemberg) und Janik Hollaender (stellv. Kirchenmusikdirektor der Erzdiözese Freiburg) – wählte die besten Beiträge aus. Gemeinsam mit weiteren Pop-Künstlerinnen und -Künstlern wie Kim Hoss, Diana Ezerex, Jonnes (The Voice of Germany) und Julian Maier-Hauff entstand das zwölfköpfige Ensemble.

Release-Konzert präsentiert das Album

Das vollständige Album erscheint am 29. April 2027 und wird bei einem Release-Konzert im WaldseeFreiburg live präsentiert. Ab dem 25. September 2026 erscheinen vorab alle zwei Wochen die ersten Single-Auskopplungen, die unter dem Suchbegriff „Credo Collab“ auf den gängigen Streamingplattformen gefunden und gehört werden können.

Auftakt findet am 25. September statt

Den Auftakt macht am 25. September der Osnabrücker Popmusiker Björn Amadeus mit „Wovon kann ich noch träumen“. Der Song greift das Gefühl von Perspektivlosigkeit auf und stellt die Frage, wo Gott zu finden ist, wenn Zukunft kaum vorstellbar scheint. Bereits am 20. September ist er bei der Neueröffnung der katholischen Jugendkirche St. Nikolaus in Stuttgart erstmals live zu hören. Am 2. Oktober folgt die Heidelberger Sängerin und Songwriterin Heike Ostertag mit „Glatteis“. Für den Song versetzt sie sich in Pontius Pilatus und erzählt aus dieser Perspektive von Selbstzweifeln, Macht und der Sehnsucht nach Liebe und Selbstannahme. Der Ludwigsburger Musiker Jonnes, der 2020 bei „The Voice of Germany“ im Team von Mark Forster bis ins Viertelfinale kam, veröffentlicht am 16. Oktober „Halte das mit mir“. Am selben Abend spielt er den Song beim Candle-Light-Konzert in St. Anna in Bischweier bei Rastatt. Am 6. November erscheint Jonny vom Dahls „Du kamst, sahst, liebtest“. Der Song greift den Abschnitt des Credos über Jesus Christus auf und stellt imperialer Macht eine andere Vorstellung von Stärke gegenüber: die Macht der Liebe. Am 20. November veröffentlicht Elli „Fühlend, suchend, zweifelnd“. Der Titel verrät schon die ehrliche Glaubenssuche, die bei der Singer-Songwriterin in eine große Weite führt. Einen Tag später ist sie damit beim Gründergeist-Gipfeltreffen in Speyer live zu erleben. Den Abschluss der ersten Veröffentlichungsreihe bildet am 4. Dezember die Mannheimer Band Fara mit „Komm nach Haus“. Der Song verbindet das Gefühl von Heimweh mit dem biblischen Motiv des verlorenen Sohns. Seine Live-Premiere feiert er am 6. Dezember beim Adventsfestival in Stuttgart.

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