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Glück auf zwischen Glühweinständen

Der Heilbronner Bergmannsverein feiert die heilige Barbara mitten im Weihnachtsmarkttrubel in der Innenstadt.

Heilbronn
Barbarafeier

Die Bergleute versammeln sich in der Fußgängerzone zur Parade. Die heilige Barbara ist auf der Fahne unter ihnen. Foto: DRS/Guzy

Barbarafeier

Der Hut mit Federbusch gehört zur Bergmannstracht. Foto: DRS/Guzy

Barbarafeier

Karin Schieszl-Rathgeb, Ordinariatsrätin und Leiterin der Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft, hält die Predigt. Foto: DRS/Guzy

Für erstaunte Gesichter bei Passant:innen sorgt regelmäßig die Bergparade am Adventssamstag nach dem 4. Dezember. Dann ziehen die Mitglieder des Heilbronner Bergmannsvereins „Glückauf“ 1885 angeführt von einer Fahnenabordnung und der Bergkappelle der Südwestdeutschen Salzwerke AG durch die Innenstadt, an den Ständen des Weihnachtsmarkts und deren Besucherinnen und Besuchern vorbei. Die Heilbronner und Kochendorfer Bergleute feiern damit ihre Schutzpatronin, die heilige Barbara.

„Der Bergmannsverein erhofft sich damit, die Heilbronner Bürger auf den aktiven Bergbau in der Region aufmerksam zu machen und die Traditionen, die hier gelebt werden, auch für die breite Öffentlichkeit sichtbar darzustellen“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Vor der Parade findet eine Wort-Gottes-Feier im Deutschordensmünster statt. Peter Maile, Diakon und katholischer Betriebsseelsorger für das Projekt Stuttgart 21, verneigte sich dort vor den Bergleuten.

Solidarität unter Kumpeln als Vorbild

„Die Bergleute dringen in unbekanntes Terrain vor“, sagte der Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestdeutschen Salzwerke AG Heilbronn. Die Bergleute gingen ein Wagnis ein, weil sie sich immer aufeinander verlassen könnten, erklärte Strobl.

Als Vorbild im Glauben bezeichnete Karin Schieszl-Rathgeb, Ordinariatsrätin und Leiterin der Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft, die heilige Barbara. Schieszl-Rathgeb erzählte in ihrer Predigt von ihrem Besuch im Salzwerk und der Erfahrung, als es bei der Einfahrt „zappenduster“ wurde. Sie griff das Matthäusevangelium – „Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt“ – auf: „Dass wir Salz der Erde und Licht der Welt sind, das haben wir nicht unserer eigenen Kraft und Fähigkeit zu verdanken, sondern es wird uns von Jesus zugesprochen.“ Denn die Würze und das Licht des Lebens könnten wir uns nicht selber schenken. Schieszl-Rathgeb hob die Solidarität und den Zusammenhalt der Bergleute bei ihrer Arbeit unter Tage als beispielgebend hervor.

Nach der Wort-Gottes-Feier, die die Bergkapelle unter der Leitung von Dirigentin Annette Burkhardt musikalisch begleitete, und der Parade durch die Innenstadt trafen sich die Bergleute in der Neckarhalle in Neckargartach. Dort feierten sie gemeinsam bei Kaffee, Kuchen und einem Abendessen.

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