Relativ neu in Schwäbisch Gmünd ist Jürgen Mühlbacher, der seit Frühjahr im Seniorenzentrum St. Anna wohnt – und doch ist er ein „alter Bekannter“: Schon als Kaplan und Studentenpfarrer war er Ender der 1960er-Jahre in Gmünd im Einsatz, von 1970 bis 87 dann als Stadtpfarrer in Bettringen. Von 1981 bis zu seinem Wechsel nach Kuchen 1987 hatte er das Amt des Dekans im vormals eigenständigen Dekanat Schwäbisch Gmünd inne.
Die unverbrüchliche Treue Gottes zu den Menschen, wie sie sich etwa im Römerbrief, Kapitel 8, widerspiegelt - „Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?“ -, und das Bekenntnis des Petrus auf die dreimalige Frage Jesu, ob er ihn lieb habe – „Herr, du weißt alles …“ (Johannes 21,17) –, waren und sind zwei Anker im Leben von Jürgen Mühlbacher: Zu wissen, dass man Gott nichts vormachen kann, und eine tiefe Sehnsucht im Herzen, „das hat mich durchs Leben getragen“. Weiterhin gerne zur Stelle, „wo man mich braucht“, bei Gottesdiensten oder auch als Referent zu ganz vielfältigen Themen, ist Mühlbacher auch nach seinem Weggang aus Göppingen; dort war er nach seinem Dienst als Krankenhausseelsorger auch im Ruhestand fast jeden Sonntag im Einsatz. „Ich bin ein Mensch, der sich gern überraschen lässt“, sagt der rüstige Ruhestandsgeistliche, der ansonsten gern in der Natur und praktisch jeden Tag mit dem Rad unterwegs ist.