Vielfältig war und ist Markus Kneer in der Kirchengemeinde Christkönig Westerheim engagiert: als Ministrant, Sänger, Bandleader ... Heute ist er außerdem Vorsitzender der Musikkapelle Westerheim. Anlässlich des Benefizkonzertes mit vier Bands im November stellte er sich den Fragen von Hansjörg Steidle.
Die Christkönigskirche ist in Dir tief verwurzelt: Warum?
Die Christkönigskirche ist für mich weit mehr als ein Gebäude – sie ist ein Teil meines Lebens und Glaubenswegs. Alle Sakramente, die meinen christlichen Lebensweg prägen, durfte ich hier empfangen: von der Taufe über die Beichte, Erstkommunion und Firmung bis hin zur Ehe. Jeder dieser Momente verbindet mich auf besondere Weise mit dieser Kirche und macht sie zu einem Ort, an dem meine persönliche Geschichte tief verwurzelt ist.
Du warst lange Ministrant, man sah Dich oft am Altar. Wie war das?
Besonders lebendig sind meine Erinnerungen an die Zeit als Ministrant. In diesen Jahren habe ich jeden Winkel dieser Kirche kennengelernt. Vom Kirchraum über die Sakristei bis hinunter in die hinterste Ecke des Kellers – irgendwann wusste ich genau, wo welches Licht angeht, welcher Schrank klemmt und wo sich im Notfall noch etwas Weihrauch versteckte.
Auch als Musikant und Sänger warst Du häufig in Christkönig anzutreffen?
Auch musikalisch hat mich die Christkönigskirche ein großes Stück meines Weges begleitet. Sie war Probenraum, Klangraum und Konzertraum. Mit der Kinderbibeltage-Band fing es an, später kamen Rorate-Frühschichten mit Orgel und Blockflöte dazu, Auftritte mit Spotlight und natürlich die Einsätze mit der Musikkapelle – ob an Fronleichnam, bei der Adventlichen Stunde oder zu anderen Anlässen. Viele meiner musikalischen Erlebnisse und Entwicklungen wären ohne diesen Raum nicht das geworden, was sie heute sind.
Du hast mit Deinem Team sehr viele Jugendgottesdienste organisiert?
Ja. Unvergessen bleibt auch die Zeit der Vorbereitung der Jugendgottesdienste. Die Christkönigskirche wurde zur Werkstatt, Ideenschmiede, Versuchslabor und manchmal sogar fast zur Übernachtungsstätte. Bis spät in die Nacht – und gelegentlich wirklich bis in die frühen Morgenstunden – wurde dekoriert, verkabelt, aufgebaut, getestet, wieder abgebaut und neu gedacht. Es war herzlich, kreativ und manchmal auch verrückt – und im Rückblick möchte ich keinen der Jugendgottesdienste missen.
Du kannst sicherlich mit Dankbarkeit auf Christkönig zurückblicken?
Ja, ich blicke in der Tat zum 50-jährigen Jubiläum der Christkönigskirche mit großer Dankbarkeit zurück. Sie ist ein Ort des Glaubens, des Wachsens und des Miteinanders – und ein Stück Heimat, da sie mein Leben geprägt hat. Was mich freut: dass sich unsere Gastpriester nach wie vor in Westerheim und unserer Kirche zu Hause fühlen und sie uns willkommen sind; dass wir durch sie Kontakt zur Weltkirche haben; dass wir immer noch offene Hände und Herzen für andere haben, noch immer unterstützen wir Menschen in Not in Deutschland und aller Welt; dass sich unsere Ministranten weiterhin selbst organisieren und zumindest bei Hochfesten äußerst stark vertreten sind; dass Fronleichnam weiterhin das große kirchliche Fest in unserer Gemeinde ist.