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Häufiger Wechsel in Behelfsunterkunft

In einem ehemaligen Krankenhaus betreibt die Caritas Bodensee-Oberschwaben seit Mai eine Einrichtung für Geflüchtete aus der Ukraine.

Weingarten
Eine Mitarbeiterin der Caritas übergibt eine große braune Papiertüte an die Mutter mit Kleinkind auf dem Arm und den Vater.

Svenja Labor (r.) übergibt einer ukrainischen Familie eine Willkommenstüte - Foto: Helen Bartknecht/Caritas

Die einen kommen, die anderen gehen. Die sich zum Teil wöchentlich ändernde Belegungssituation in der Behelfsunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine erforderte in den letzten Monaten eine hohe Flexibilität beim Team der Caritas Bodensee-Oberschwaben. Dieses kümmert sich um Familien - hauptsächlich Frauen mit Kindern unterschiedlichen Alters -, die vor allem aus den Landeserstaufnahmestellen in Sigmaringen und von der Messe in Sindelfingen nach Oberschwaben kamen. Ziel der ersten Wochen war es, die Geflüchteten in private Unterkünfte im Landkreis Ravensburg zu vermitteln.

Das Krankenhaus 14 Nothelfer stellte im Herbst 2019 seinen Betrieb ein. In der Folgezeit diente es als Filmkulisse oder als Test- und Impfzentrum in der Coronapandemie. In dem Gebäude finden seit Mai bis zu 120 Geflüchtete Platz. Das Caritas-Team regelt die Aufnahme, unterstützt die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt und hilft bei der Vermittlung von Leistungen. Außerdem baute es eine Kinderbetreuung im Haus auf, für die noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht werden. Zu den täglich festgelegten Beratungsterminen kommen Übersetzer hinzu.

Zusammenarbeit mit dem Integrationszentrum

„Um eine gute Integration vor Ort zu ermöglichen, ist es notwendig, dass wir eine gute und verlässliche Aufnahmestruktur vor Ort schaffen“, sagt Angelika Hipp-Streicher, Fachleitung Soziale Hilfen bei der Caritas. In Abstimmung mit dem Landkreis erarbeitete der kirchliche Sozialverband ein Belegungskonzept für 14 Nothelfer. 85 Plätze sind für längerfristige Aufenthalte vorgesehen, 35 Plätze werden im Rahmen einer „Drehscheibe“ nur vorübergehend für zwei bis drei Wochen geplant.

„Sprachangebote und Zugänge zu Kitas und Schulen sind dabei sehr wichtig, ebenso Sprachangebote für Erwachsene", ergänzt Hipp-Streicher. Hier zahlt sich die Nähe zum Integrationszentrum aus, in dem die Caritas mit der Stadt Weingarten und Kooperationspartnern in einem Trägerverbund zusammenarbeitet. Das dortige Café International, die Familien-Sprachtreffs oder der offene Frühstückstalk bieten Gelegenheit zu Begegnung und Austausch. Musik-, Mal- und Sprach-Kurse sollen das Angebot bald ergänzen. Darüber hinaus werden die Bewohner des ehemaligen Krankenhauses an die Tafeln der Caritas vermittelt.

Spenden helfen zu gutem Ankommen

Die Menschen im 14 Nothelfer sind trotz ihrer Situation sehr dankbar und hoffnungsvoll, berichten die Helfenden. Zahlreiche Spenderinnen und Spender ermöglichten Gastgeschenke für die Neuankömmlinge. Jede Familie erhielt beispielsweise eine Tüte mit Handtüchern, Duschgel, Zahnpasta und einer Trinkflasche. Lokale Backwaren fanden dankbare Abnehmerinnen und Abnehmer. Für Kinder gab es Spiele, Puzzles, Farbstifte und Malbücher. Geldspenden dienen auch der fachlichen Betreuung traumatisierter Kinder und Erwachsener.

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