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Himmel auf Erden - besondere Kirchen

SWR zeigt herausragende sakrale Bauwerke im Land

Weingarten

Am Karfreitag, 19. April, präsentiert der SWR um 20.15 Uhr in seinem Fernsehprogramm 15 herausragende Kirchen im Sendegebiet, darunter die barocke Basilika St. Martin und St. Oswald im oberschwäbischen Weingarten. Es geht dabei nicht nur um das Stadtbild prägende Baukunst, sondern auch um Orte der Besinnung und Treffpunkte für soziales Miteinander.

"Hinter den Kirchenmauern verbirgt sich oftmals Geheimnisvolles, sogar Mystisches", schreibt der Sender in der Ankündigung. Er verweist auf Hauptamtliche, aber auch auf Menschen, die sich im Alltag vielseitig für ihre Gemeinde engagieren und eine besondere Beziehung zu ihrer Kirche haben. Neben Weingarten sind aus dem württembergischen Landesteil auch das Ulmer Münster, das Kloster Maulbronn und die Kilianskirche in Heilbronn zu sehen. Interessierte können den Film ab Karfreitag auch in der Mediathek der ARD oder beim SWR online anschauen.

Die Schöpfung bewahren und heilen

Schwester Luzia Zähringer erzählte bei der Talkrunde als einzige Ordensfrau auf dem Podium von einer Gruppe von etwa einem Dutzend Franziskanerinnen in Sießen, die die Gemeinschaft in Sachen Nachhaltigkeit voranbringen. Im Jugendhaus Elisabeth vermitteln sie beispielsweise Erfahrungen mit der Herstellung von Lebensmitteln und die Dankbarkeit für diese. Bischof Fürst lobte in seinem Impulsreferat das Umweltengagement der Orden. Er verwies auf den biblischen Auftrag, die Schöpfung zu bewahren und, wo es möglich ist, zu heilen, wie es auch Papst Franziskus in der Enzyklika „Laudato Si“ fordert.

„Die nachfolgende Generation wird fragen: Was habt ihr getan? Und sie wird uns sagen: Ihr habt alles gewusst“, unterstrich der Bischof die Dringlichkeit. Und er verwies auf die Auswirkungen des Klimawandels, die vor allem Menschen in anderen Kontinenten zu spüren bekämen. Mit ihrer schöpfungsfreundlichen Botschaft müsse die Kirche lauter sein, forderte Schauspielerin Helga Reichert auf dem Podium. „Wir sehen das außerhalb nicht.“ Biberachs Landrat Mario Glaser unterstützte sie darin und bat die Kirchen um Zusammenarbeit. Das habe im sozialen Bereich beim Kümmern um Geflüchtete auch vorbildlich geklappt.

Die Schöpfung ist noch nicht vollendet

Professor André Bleicher, Rektor der Hochschule Biberach, wehrte sich gegen die gesellschaftliche Mentalität „Nach mir die Sintflut“. Auf die Frage von Moderator Alfred Tönnis, Oblatenpater und Bussenpfarrer, wie sich die Kirche beim Thema Nachhaltigkeit einbringen könne, erinnerte Bleicher an eine theologische Aussage. Da die Schöpfung ja noch nicht vollendet sei, gelte es darauf zu achten, was sich weiterentwickle. Valeska Haux von der Firma Südpack in Ochsenhausen sieht eine Aufgabe der Kirche darin, Mut zu machen und Zuversicht zu schaffen.

Von der Lebensfreude und den Ideen von jungen Menschen zu lernen, empfahl die Leiterin der Jugendkunstschule Biberach, Susanne Maier. In einem Videoeinspieler zu Beginn der Diskussion hatten Jugendliche aus der Seelsorgeeinheit Bussen bereits erwähnt, dass die Kirche in bildungsarmen Ländern über das Thema Klimaschutz informieren könnte. Gerd Leipold, ehemaliger Geschäftsführer von Greenpeace international, hob hervor, dass gerade die Katholische Kirche nicht nur das eigene Land, sondern immer die globale Gerechtigkeit im Blick habe. Er regte an, mit dieser Botschaft auch mal mit Leuten der „Letzten Generation“ zu diskutieren.

Schöpfungsbericht und Gegenwart verbinden

In Workshops am Nachmittag vertieften die Ordensleute das Thema Nachhaltigkeit im Gespräch oder im kreativen Tun, bevor ein Pontifikalamt mit Bischof Fürst und Weihbischof Renz in der Stadtpfarrkirche St. Martin den Tag beschloss. Dabei übertrugen einige Ordensfrauen und -männer den biblischen Schöpfungsbericht in die Gegenwart und ein Gebärdenchor formte den Gesang in Gesten.

Während Schwester Gertrud Dobhan aus Untermarchtal im Rückblick die Wertschätzung der Talkgäste gegenüber der Kirche beeindruckte, genoss Schwester Angelika Hinderberger vom Kloster Brandenburg die gute Atmosphäre. Schwester Anna-Felizia Queißer aus Sießen, eine der jüngsten Teilnehmenden, freute sich über die Vielfalt der Gemeinschaften, zu denen auch Ordensleute aus Indien und Afrika zählten. Schwester Magdalena Dilger vom Kloster Heiligenbronn hatte den Tag mitorganisiert. Die Hoffnung nicht zu verlieren, das nimmt die Sprecherin des Ordensrates mit nach Hause. „Es lohnt sich, sich für diese Welt einzusetzen.“

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