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Himmelstaler schicken gute Gedanken

Füreinander da sein in schwieriger Situation und miteinander Gedanken teilen – das will die Aktion „Himmelstaler“ der Seelsorgeeinheit Kapfenburg.

Westhausen (Württemberg)

Die Gemeindemitglieder, aber auch jeder andere von außerhalb, kann diese besondere „Währung“ losschicken und damit andere Menschen stärken. „Wir wollen in der Seelsorgeeinheit und darüber hinaus die Menschen miteinander verbinden, auch wenn der persönliche Kontakt momentan nicht möglich ist“, sagt Jugendreferentin Petra Koch.

Schier unzählige Himmelstaler purzeln auf der Homepage der katholischen Gemeinden Lauchheim, Westhausen, Lippach, Röttingen und Hülen vom „Himmel“ auf die „Erde“ – aktuell mehr als 1900. Denn genauso viele Gedanken, Gebete, Denkanstöße haben seit Ende März die Jugendreferentin erreicht. „Selbstverständlich bleibt alles anonym“, erklärt Petra Koch.

Gedanken teilen

Es funktioniert ganz einfach: Jeden Tag werden Impulse von Gemeindereferentin Anja Thumm und Petra Koch auf die Homepage eingestellt. Wem etwas dazu einfällt und es gerne mit anderen teilen möchte, schickt diese Gedanken mit einem Antwortformular weg. „Wir veröffentlichen dann diese Worte im Tagebuch der Himmelstaler“, führt Petra Koch aus. Und: Ein Himmelstaler mehr fällt aus den Wolken. „Diese Aktion“, so ergänzt Pfarrer Matthias Reiner, „will die Menschen miteinander verbinden, und wir möchten für sie da sein, auch in diesen Zeiten, wenn kein persönliches Gespräch oder die Spendung von Sakramenten möglich ist.“ Und: „Alle Medien verkünden zurzeit, dass Abstand halten das Gebot der Stunde ist. Aber wir sind Christen und wollen auf andere Weise füreinander das ein.“

„Man kann Gott überall begegnen“, ist Petra Koch überzeugt. Deshalb ist die Reaktion auf die täglichen Impulse auch ganz unterschiedlich und reicht von Dankesworten, über Gebete bis hin zu Liedern. „Es wird sehr gut angenommen“, freut sie sich über die vielen Rückmeldungen. Jung und Alt, Leute, die in Quarantäne sind oder sich noch frei bewegen können, sie werden durch die Himmelstaler miteinander im Austausch sein.

Sie selbst ist es erst vor Kurzem Mitarbeiterin im Team der Seelsorgeeinheit geworden. Seit dem ersten März kümmert sich die Sozialpädagogin, die aus der Schulsozialarbeit kommt, um die Kinder und Jugendlichen der Seelsorgeeinheit. „Ich freue mich schon auf die Zeit, in der eine direkte Kontaktaufnahme möglich ist und wir viele tolle Projekte durchführen können“.

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