Zum Inhalt springen

Hohe Hilfsbereitschaft der muttersprachlichen Gemeinden

Unterstützung für Menschen in und aus der Ukraine: Die Hilfsbereitschaft der Stuttgarter Katholikinnen und Katholiken ist überwältigend.

Stuttgart

Bild: Polnische Katholische Gemeinde Stuttgart

Mehr als eine Viertelmillion Euro ist bereits auf dem Spendenkonto des katholischen Stadtdekanats eingegangen. Außerdem ist die Sachspenden-Bereitschaft so groß, dass sich bereits mehrere voll beladene LKW auf den Weg machen konnten. Organisiert und durchgeführt wurden und werden diese Hilfstransporte von der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde, der polnischen und den kroatischen katholischen Gemeinden.

Direkt nach Kriegsausbruch hat die ukrainische griechisch-katholische Gemeinde begonnen, Spenden zu sammeln und humanitäre Transporte zu organisieren. Inzwischen war ein 40- Tonner zweimal von Stuttgart aus unterwegs, um die Menschen in der Ukraine mit Medizin, Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu versorgen. Ein Sprinter-Bus, der ebenfalls Sachspenden transportiert, ist im Dauereinsatz. Der Neunsitzer bringt Spenden an die Grenze und nimmt geflüchtete ukrainische Familien mit nach Stuttgart.

Gemeinden unterstützen die ukrainische griechisch-katholische Kirche

Die ukrainische griechisch-katholische Kirche erfährt große Unterstützung von anderen katholischen Gemeinden aus Stuttgart. So haben zum Beispiel die italienischen Gemeinden „San Martino“ und „Cristo Re“ Lebensmittel und andere lebensnotwendige Güter gesammelt und der ukrainischen Gemeinde übergeben.

Die kroatischen Gemeinden und ihre Mitglieder haben bereits mehr als 10.000 Euro gespendet. Die Kroaten helfen nicht nur mit Geld, sondern leisten darüber hinaus wertvolle Hilfe: Sie haben beide Male mit angepackt, den 40-Tonner mit Sachspenden zu beladen und sind damit nach Lwiw im Westen der Ukraine gefahren. Eine wichtige Unterstützung, denn die männlichen Mitglieder der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde hätten die Ukraine nicht mehr verlassen dürfen.

Polnische Gemeinde hilft Flüchtlingskindern in polnischen Schulen

Die polnische Gemeinde sammelt Lebensmittel, Hygiene- und Verbandsmaterial sowie Taschenlampen und Schlafsäcke. Vor zwei Wochen ist der erste 24-Tonner mit Sachspenden an der ukrainisch-polnischen Grenze angekommen. Ukrainische Fahrer haben die Spenden an der Grenze umgepackt und zu Kirchengemeinden im Osten der Ukraine gebracht. Außerdem sammelt die Gemeinde Schulsachen für polnische Schulen. „In der Schule Nr. 16 in Gorzow Wielkopolski zum Beispiel lernen inzwischen mehr als 180 Flüchtlingskinder aus der Ukraine. Die Schulleitung hofft sehr auf Unterstützung, um die Kinder mit den Schulartikeln zu versorgen“, berichtet Ewa Langhof von der polnischen katholischen Gemeinde Stuttgart. „Kurz vor Ostern werden wir eine zweite Lieferung organisieren. Jede Schule in Polen steht gerade vor großen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen. In fast jeder polnischen Klasse kommen jetzt acht bis zehn ukrainische Kinder dazu.“

Hilfen in Stuttgart

Die polnische Gemeinde engagiert sich auch in Stuttgart für die Geflüchteten: „Ungefähr 20 Menschen aus der Ukraine wurden schon an Gemeindemitglieder vermittelt. Sie bekommen eine vollständige Verpflegung von unseren Kirchenmitgliedern. Auch sprachlich werden sie von ihnen unterstützt“, erzählt Ewa Langhof. Darüber hinaus sammelt die Gemeinde für die in Stuttgart angekommenen Geflüchteten Kleidung, Haushaltsartikel und Küchengeräte.

Die katholischen Gemeinden melden der Stadt Stuttgart, wenn Wohnungen frei sind oder Kirchengemeinden Übernachtungsplätze anbieten können, so wie die slowenische katholische Gemeinde. Selbst wenn Stuttgart nur eine Zwischenstation ist, erfahren die ukrainischen Familien hier Unterstützung. So hat zum Beispiel die portugiesische Gemeinde für 42 Frauen und Kinder, die einen Zwischenstopp in Stuttgart eingelegt haben, ihren Gemeindesaal zur Verfügung gestellt. Die Geflüchteten konnten dort übernachten und wurden vor ihrer Weiterfahrt mit einem Frühstück versorgt.

Spendenaufruf für Sach- und Geldspenden

Die ukrainische griechische-katholische Gemeinde benötigt weiterhin Sachspenden, insbesondere medizinische Produkte, haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel, sowie helfende Hände zum Sortieren der Spenden.

Weitere Infos unter ukrainische-kirche-stuttgart.de/spenden

Katholisches Stadtdekanat
IBAN: DE63 6005 0101 0004 6461 92
Bitte unbedingt den Verwendungszweck „Spende Ukraine“ angeben.

Katholische Kirche in Stuttgart

Dies ist ein Text der Katholischen Kirche in Stuttgart.
Weitere Nachrichten aus dem Stadtdekanat lesen Sie hier.

Mehr zur Autorin

Aktuelles

zum Thema

Ein Angebot an die Gesellschaft

Stuttgart-Mitte

Mitten in Stuttgart erprobt die Diözese ein neues Dialogformat, das für Solidarität und Teilhabe steht, und trifft damit auf großes Interesse.

Mit den Bürgermeistern auf dem Martinusweg

Am 12. September pilgern die Bürgermeister im Zollernalbkreis auf dem Martinusweg. Franziska Deubel von KiP hat mit Achim Wicker darüber gesprochen.

Aktuelles

aus der Region

Diözese Rottenburg-Stuttgart

Kirchen suchen gemeinsame Lösungen mit Kommunen

Stuttgart

Acht Regionentreffen laden zum Austausch über die Zukunft kirchlicher Gebäude in Württemberg. Bischof und Landesbischof beziehen in Video Position.

Kirche im Wandel – Zukunft mitgestalten

Stuttgart

Die Diözesanräte Johannes Bergold und Wolfgang Ernst sprechen darüber, wie kirchliches Leben auch unter veränderten Bedingungen lebendig bleiben kann.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Stiftung Liebenau

Austausch über soziale Arbeit, Pflege und Hospiz

Liebenau

Bischof Dr. Klaus Krämer besucht die Stiftung Liebenau in Meckenbeuren und deren Einrichtungen im Franziskuszentrum in Friedrichshafen am Bodensee.

Sibylle Schwenk

Starkes Miteinander durch Wertschätzung und Respekt

Ellwangen (Jagst)

Mit weißen Rosen und Kerzen erwiesen Gläubige aus Kirchengemeinden rund um Ellwangen bei der Dekanatswallfahrt dem seligen Pater Philipp die Ehre.

Tellux-Gruppe

„Heimsuchung“: Tellux produziert preisgekrönten Film mit

Rottenburg

Literaturverfilmung von Volker Schlöndorff mit Lars Eidinger und Martina Gedeck: Die Diözese Rottenburg-Stuttgart ist an der Tellux-Gruppe beteiligt.

Matthias Zahner

„Ich werde geliebt, wie ich bin"

Horb am Neckar

Diplompsychologe Fred-Jürgen Werr spricht im Interview darüber, warum Selbstliebe oft so schwerfällt und erklärt, was der Glaube damit zu tun hat.

Arkadius Guzy

Solidarität in Zeiten des Wandels

Neckarsulm

Bei der diözesanen Eröffnungsveranstaltung zum Monat der Weltmission richtet sich der Blick nach Madagaskar, aber auch auf hiesige Herausforderungen.