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Im Einsatz für das Wohl der Kleinsten

Der heutige Montag, 13. Mai, ist der Tag der Kinderbetreuung – Anlass für einen Besuch im Kindergarten Maria Hilf.

Bad Mergentheim
Tina Teufel

Tina Teufel ist Erzieherin im Kindergarten Maria Hilf in Bad Mergentheim. Foto: DRS/Guzy

Tina Teufel pflückt eine Pusteblume und hält sie dem Jungen hin. Er soll die zu einer luftigen Kugel angeordneten Schirmchen wegblasen. „Puste, damit es ein schöner Tag wird“, sagt Tina Teufel. Der Junge holt Luft und bläst. Er war zuvor etwas bockig und wollte nicht mit, aber nun reiht er sich zu den anderen 23 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren ein, für die Teufel als Gruppenleiterin verantwortlich ist.

Die 24-Jährige gehört zum Team von Erzieherinnen und Erziehern des katholischenKindergartens Maria Hilf in Bad Mergentheim. Dass sie Erzieherin wird, sei für sie „schon immer klar“ gewesen, wie Tina Teufel erklärt.

Singen vor der Theateraufführung

Der Kindergarten Maria Hilf besteht aus sechs Gruppen, vier Kindergartengruppen, einer Krippen- und einer Kleinkindgruppe. Für die Kindergartenkinder steht an diesem Tag nach Frühstück, Morgenkreis und freier Spielzeit nicht das reguläre Vormittagsprogramm an, sondern eine Theateraufführung, organisiert durch Eltern. Daher versammelt sich die Gruppe von Tina Teufel in Zweierreihen vor dem Kindergartengebäude im Quartier Maria Hilf.

Bevor es in das katholische Gemeindehaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht, beschäftigt Anna Fritzler die Kinder. „Die Hände können klatschen“, lässt sie die Drei- bis Sechsjährigen in die Hände klatschen, dann schnipsen und winken. Nachdem die Kinder auch noch einige Male ums Blumenbeet laufen durften, sitzen sie kurz darauf im Saal des Gemeindehauses. Das Theaterstück erzählt eine Geschichte über den kleinen Raben Socke und seine Freunde. Während der Vorstellung sorgen Tina Teufel sowie ihre Kollegen und Kolleginnen dafür, dass die Kinder ihre Aufmerksamkeit auf das Puppenspiel auf der Bühne richten. Und Tina Teufel passt auf, dass das Mädchen vor ihr ihre Kappe nicht verliert.

Entspannung auf dem Teppich

Zurück im Kindergarten gibt es Essen. Tina Teufel spricht mit den Kindern ein Gebet. Sie hilft, die Mahlzeiten an die Tische zu bringen. Am frühen Nachmittag werden einige Kinder von ihren Eltern abgeholt. Im Treppenhaus ist zu hören, wie ein Mädchen ihrer Mutter erzählt, sie habe Rabe Socke geschaut. Die Kinder, die in der Ganztagesbetreuung sind, spielen währenddessen eine Zeit lang. Tina Teufel sagt: „Erst machen wir Pipi, dann machen wir Entspannung.“

So legen sich die Kinder, nachdem sie aus dem Toilettenraum zurück sind, in der Mitte ihres Gruppenzimmers auf einen kreisrunden Teppich. Ein Mädchen hat zuvor die Plastikbox mit den Igelbällen geholt. Tina Teufel rollt zwei Igelbälle die Rücken zweier Mädchen auf und ab. Zu sanfter Musik bleibt sie nach dieser Massage mit den Kindern auf dem Teppich ruhig liegen – einige von ihnen müssen für diese Entspannungsübung jedoch etwas Geduld aufbringen.

Eine Runde Obst

An die Entspannung schließt sich an diesem Tag noch die „gesunde Runde“ an. Für die Kinder heißt das, erst einmal Hände waschen – nicht das erste Mal an dem Tag. Im Gruppenraum setzen sie sich im Kreis um ein Tablett mit verschiedenen Obststückchen. Jedes Kind darf sich reihum bedienen.

Wie am Vormittag und auch mal zwischendrin dürfen sie dann spielen. So malen drei Mädchen in einer Ecke Bilder. Neben dem Gruppenraum findet sich ein Zimmer für die intensivere Beschäftigung mit einer Sache. Hier puzzelt zum Beispiel eine Sechsjährige gern, wie das Mädchen erklärt.

Tina Teufel führt in einem anderen Raum ein Gespräch, während Kolleg:innen, die mit ihr in der Gruppe arbeiten, die Kinder weiter beaufsichtigen. Denn Elterngespräche, Austausch im Team, Organisation der Wochenplanung und die Beobachtung der Entwicklung der einzelnen Kinder gehören neben der Betreuung zu ihren Aufgaben.

Tag der Kinderbetreuung

Immer am Montag nach Muttertag findet der Tag der Kinderbetreuung statt. Er wurde im Jahr 2012 ins Leben gerufen, um einen Anlass zu bieten, Fachkräften in Kindertagesstätten sowie Tagesmüttern und -vätern für ihr Engagement zu danken.

Die Serie

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat 2024 den Vorsitz der „Konferenz der evangelischen und katholischen Kirchenleitungen Baden-Württemberg und ihrer Spitzen- und Trägerverbände über Kindergartenfragen“ (4 KK-KiTa) inne. Dies nehmen wir zum Anlass, um das diözesane Engagement im katholischen Württemberg bei der frühkindlichen Bildung aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus und über das Jahr verteilt vorzustellen.

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