Verspielte Kolibris flattern durch den Abendhimmel, schier schwerelos schlagen Schmetterlinge mit ihren Flügeln, nur feine Nylonfäden hindern die grazilen Tiere aus Acrylglas am Davonfliegen. Kleine weiße Orchideenblüten wachsen aus Glasballons, dünne weiße Gräser wiegen sich im Hauch des Lüftchens und spannen einen optischen Bogen zwischen zarten Tropfen aus Plexiglas. Das in mystisches lila Licht getauchte Werkstück von Floristmeisterin Sarah Hasenhündl ist der Einstieg in die „Wunderwelten der Träume“, eines der vier Themenbereiche der aktuellen Blumenausstellung auf der Landesgartenschau Ellwangen 2026. „Ein Platz für Fantasie“ ist die Präsentation überschrieben, die die Besucherinnen und Besucher „durch die Blume“ in ferne Welten entführen, Abenteuer erleben lassen und die eigene Vorstellungskraft beflügeln soll.
Morpheus, der Herr der Träume in der griechischen Mythologie und Hauptfigur der berühmten Comic-Reihe „The Sandman“, stand Pate für die geheimnisvolle Installation von Sarah Hasenhündl in einem etwa zwei auf zwei Meter großen und 30 Zentimeter tiefen dunklen Holzrahmen. Die filigrane Komposition aus Elementen von Flora und Fauna „steht für die Zartheit eines Traums“, der ja oft Gefühle und Gedanken aus dem Unterbewusstsein hervorbringe, erklärt die Floristmeisterin. Als Kontrast hat sie ein großes Gesteck mit Blumen und Zweigen in dunklen, mystischen Farben vor die Installation gestellt – eines ihrer „Herzenswerkstücke“, wie sie sagt –, um zu zeigen, dass Träume abwechslungsreich und frei sind.