Allerdings sind nicht nur junge Leute da – Menschen jeden Alters sitzen im Wartebereich. Inge Wiedenmann ist 73 Jahre alt und mit ihrem Mann gekommen.„Es ist halt in Schnaitheim, meine Tochter hat den Termin im Internet gesehen und uns gleich angemeldet. Unser Hausarzt hat so viele Patienten, hier geht es schneller – auch ohne Wartezeit, besser hätte es nicht gehen können.“
Dass die Aktion praktisch ist, habe viele Ortsansässige in Schnaitheim angesprochen, meint auch der 31-jährige Thilo Riehl, der gerade seine Booster-Impfung bekommen hat: „Ich kenne einige aus meinem Bekanntenkreis, die sich hier angemeldet haben.“
Die 18-Jährige Emily Hochdorfer erfuhr auf Instagram davon: „Heidenheim.de hat das in der Story geteilt. Ich musste nur hochswipen und konnte mich schon anmelden“, erzählt sie. „Auf meinen anderen Impftermin hätte ich noch länger warten müssen, also bin ich hierhergekommen.“
Dank der Einfachheit und guter Verbreitung gibt es auf die Aktionen es einen regelrechten Ansturm, freut sich Christmann: „Es läuft ziemlich krass. Bei der ersten Aktion Anfang Dezember hatten wir 36 Termine angedacht – letztendlich haben wir 180 vergeben.“ Auch heute gäbe es so viele Termine. „Diesmal sind auch mehr Erstgeimpfte dabei. Und etwa ein Drittel der Anmeldungen waren Jugendliche bis 18 Jahre.“
Viele dieser Jugendlichen kommen mit ihren Eltern, wie Ann-Kathrin Kraft. Ihre Mutter Gabriele Kraft hat aber lange darüber nachgedacht: „Wir hatten lange Bedenken, auch jetzt bin ich nicht vollkommen überzeugt, dass das Impfen von Jugendlichen eine gute Idee ist. Aber es bleibt einem fast nichts anderes übrig, wenn man keine Einschränkungen haben will.“ Die Aktion findet sie aber sehr gut organisiert: „Das ging alles ruckzuck. Und es ist super, dass man gleich den nächsten Termin ausmachen kann – in fünf Wochen in Steinheim.“