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Inspiration und Austausch

Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler besucht mit einer Delegation mehrere zukunftsweisende Initiativen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Stuttgart
Mehrere Menschen stehen im unbestuhlten, hellen Kirchenraum.

Bischof Hermann Glettler (2.v.l.) im Gespräch mit Kirstin Kruger-Weiß, der Leiterin von „station s“, in der Stuttgarter Kirche St. Fidelis - Foto: DRS/Christiane Bundschuh-Schramm

„Die Fragen, wie Kirche in die Zukunft gehen kann, sind überall ähnlich“, sagt Christiane Bundschuh-Schramm. Die Rottenburg-Stuttgarter Referentin für Kirchenentwicklung begleitete eine elfköpfige Delegation aus der Diözese Innsbruck um Bischof Hermann Glettler am Sonntag und Montag durch Stuttgart. Dort besuchten sie innovative spirituelle Orte, die mit inhaltlichen Schwerpunkten und durch Ausprobieren ihr eigenes Profil entwickeln. Eine Patentlösung für die Kirche der Zukunft gibt es nicht. Dafür sind die Lebenssituationen der Menschen und der jeweiligen Orte zu unterschiedlich. Aber im Austausch von Erfahrungen profitieren alle Beteiligten und es entstehen neue Ideen für den je eigenen Weg.

Auf diesem Hintergrund erlebten die Ordinariatsmitarbeitenden und Seelsorger:innen aus Tirol die letzten Tage Jesu und seine Auferstehung im Bad Cannstatter Ostergarten. Dahinter steht ein Verein aus 35 christlichen Gemeinden, Gemeinschaften und Werken. In „St. Maria als...“ lernten sie kennen, wie die Verantwortlichen mit einer Nutzung für das Stadtviertel über den Gottesdienst hinaus experimentiert haben und nun die Kirche entsprechend sanieren und umgestalten. Das breite Angebot in St. Fidelis, dem spirituellen Zentrum „station s“, sowie der neue Glaubenskurs für erwachsene Taufbewerber:innen weckte das Interesse der Gäste ebenso wie die evangelischen Beispiele in der Kesselkirche und der Stiftskirche.

Gute Zukunftsideen brauchen auch Geld und Personal

Da sowohl Tirol als auch Württemberg eher ländlich geprägt sind, trifft sich die österreichische Delegation heute auf der Rückfahrt - mit Blick auf die heimischen Berge - in der Leutkircher Autobahnkapelle mit Pastoralreferent Benjamin Sigg. Er stellt die Marke „allgäusegen“ vor, die spirituelle und kulturelle Veranstaltungen in der Region für Touristen und Einheimische bündelt. Dazu gehören auch Kurse zu Jugum, dem europäischen Klosteryoga. „Was die Menschen brauchen und suchen, sind Angebote, die Körper und Spirit, Wandern und Pilgern, Geselligkeit und Sinn verbinden“, betont Bundschuh-Schramm. Mit den Insbruckern sei sie sich einig, dass solche Ideen und Projekte nur gelingen, wenn sie mit Geld und Personal hinterlegt werden.

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