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„Ite ad Joseph“

Ein starkes Vorbild ist vielen Männern der heilige Josef. Bei nächtlicher Wallfahrt nahmen 70 Männer das Handeln des Nährvaters Jesu in den Blick.

Rechberg

Eine nächtliche Josefswallfahrt führte rund 70 Männer von Ebersberg auf den Hohenrechberg. Foto: SE Unterm Hohenrechberg

Zum vierten Mal fand - in zeitlicher Nähe zum Josefstag - die nächtliche Josefswallfahrt der Männer statt. 70 Männer pilgerten schweigend und betend auf einer etwa 30 Kilometer langen Strecke von Ebersbach an der Fils zur Wallfahrtskirche auf dem Hohenrechberg.

Nach Lobpreis und Anbetung in der Herz-Jesu Kirche in Ebersbach machten sich die Männer auf den Weg durch den Schurwald, über den Hohenstaufen hin zur Wallfahrtskirche „Zur Schönen Maria“ auf dem Hohenrechberg. Die Stille der Nacht, wenn es kaum Ablenkung und Lärm gibt, beschreiben Organisator Marcel Karolak und Teilnehmer als eindrucksvolles Erlebnis: Man ist im Hier und Jetzt. Diese Stille, die lediglich durch den gemeinsam meditierten Rosenkranz oder das Singen der Männer unterbrochen wurde, bot Raum zur Begegnung mit dem eigenen Ich, mit Mitpilgernden und mit Gott.

Die Wallfahrt mündete in eine morgendliche Eucharistiefeier. Pfarrer Dr. Horst Walter ging in seiner Predigt auf den biblischen Ratschlag „Ite ad Joseph“ (Geht zu Josef) ein und lud die Pilger ein, in ihren Anliegen auf die Fürsprache des heiligen Josef zu vertrauen. Auch wenn Josef als biblische Persönlichkeit eher ein Schattendasein führt, gilt er als starker Fürsprecher und tolles Vorbild für Männer. Betrachtungen von Josefs Leben und Handeln bilden deshalb den roten Faden der Wallfahrt: Josef als Mann des Glaubens und der Zuversicht in den göttlichen Heilsplan; Josef als treuer Partner, der Verantwortung übernimmt; Josef als treusorgender Ernährer und Ziehvater in einer innigen Beziehung zu Jesus.

Ein reichhaltiges, stärkendes Frühstück bildete den Abschluss dieser besonderen Wallfahrtsnacht, aus der die Teilnehmer mit guten Impulsen, guten Begegnungen und mit Dankbarkeit für erfahrene Gastfreundschaft und für ehrenamtliches Engagement wieder in den Alltag starteten.

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