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Jubiläumsfest am Ort der Begegnung

Regina Pacis in Leutkirch gehört seit 1998 zum Eigenbetrieb der diözesanen Tagungshäuser und erhielt vor 20 Jahren eine neue Ausrichtung.

Leutkirch im Allgäu
Blick über die grüne Wiese zur renovierten Hauskapelle, die in L-Form an das Tagungshaus angebaut ist.

Die Kapelle des Tagungshauses Regina Pacis in Leutkirch - Foto: Haus Regina Pacis Leutkirch

„Ort Heilender Begegnung“ nannten und nennen Pater Hubertus Freyberg, Geistlicher Rektor, und Hausleiterin Beate von Pestalozza das, was sie 2003 im Regina Pacis begonnen und entwickelt haben. Bereits seit 1987 bietet das ehemalige Bischöfliche Studienheim Übernachtungsmöglichkeiten. Vor 25 Jahren wurde das Tagungshaus in den kirchlichen Eigenbetrieb überführt. Die Einrichtung und alle, die ihr verbunden sind, feiern die Jubiläen am Samstag, 1. Juli, mit einem Gottesdienst um 10.30 Uhr, dem Weihbischof Matthäus Karrer vorsteht, mit Mittagessen und vielseitigem Nachmittagsprogramm sowie einer Dank- und Lobpreiszeit in der frisch renovierten Kapelle um 17.30 Uhr.

„Machen Sie das Haus voll und geben Sie ihm ein Gesicht“, gab Bischof Gebhard Fürst vor 20 Jahren Freyberg und von Pestalozza mit auf den Weg. Die Belegung des Tagungshauses war damals unter 20 Prozent gesunken, die Schließung drohte. Der zunächst auf zwei Jahre begrenzte Rettungsversuch glückte. „Mittlerweile ist das Tagungshaus gut belegt und zu einem Haus des Gebetes, der Seelsorge, und der Glaubensweitergabe, auch über die Medien geworden“, meldet Regina Pacis, was Königin des Friedens bedeutet, und verweist auch auf die Reliquien des Heiligen Papstes Johannes Paul II. und des Seligen Carlo Acutis in der Hauskapelle.

Vom Knabenseminar zum Drei-Sterne-Hotel

Der aus Leutkirch stammende Bischof Carl Joseph Leiprecht ließ das Gebäude errichten und eröffnete dort 1958 ein Bischöfliches Studienheim. In dem Internat konnten begabte Jungen aus dem ländlich geprägten schwäbischen Oberland wohnen und in Leutkirch eine höhere Schule bis zur Mittleren Reife besuchen. Für das Abitur mussten die Schüler dann in eines der Konvikte nach Ehingen oder Rottweil wechseln. Die Idee war, dass sie anschließend in Tübingen Theologie studieren und Priester werden. Wegen rückläufiger Schülerzahlen und aus Kostengründen endete das Knabenseminar 1984. Nach Umbau und Modernisierung öffnete es 1987 mit Sitz der Landvolkshochschule als „Haus Regina Pacis“ - inzwischen ein Hotelbetrieb mit drei Sternen.

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