Zum Inhalt springen

Junge Themen in den Koalitionsvertrag

Der BDKJ fordert die künftigen Regierungsparteien auf, bei den Koalitionsverhandlungen einen Fokus auf die Themen junger Menschen zu legen.

Rottenburg/Freiburg
Symbolbild Pixabay

Symbolbild Pixabay

„Die drängenden Fragen von Kindern und Jugendlichen zielen auf die entscheiden-den Zukunftsthemen für unser Land. Die künftige Landesregierung muss Antworten liefern, die nicht nur für die kommende Legislaturperiode taugen, sondern wirkliche Weichen stellen“, erklärt Raphael Würth, BDKJ-Diözesanleiter in der Erzdiözese Freiburg.

Konkret benennt der Dachverband, der über 50.000 Kinder und Jugendliche repräsentiert, Digitalisierung, Mobilität, Bildung und Klimaschutz als wichtige Themenfelder. „Kinder und Jugendliche sind in ihrer Entwicklung noch stärker als andere Bevölkerungsgruppen darauf angewiesen, dass sie unabhängig von Herkunft, Wohnort und finanziellen Verhältnissen, gute Rahmenbedingungen vorfinden“, führt Würth aus. Dazu gehöre neben einer gut ausgebauten digitalen Infrastruktur auch ein vielfältiges schulisches und außerschulisches Bildungs- und Entwicklungsangebot.

Freiräume und Planungssicherheit für Jugendarbeit

Deshalb müsse die neue Landesregierung ein besonderes Augenmerk darauf legen, wie die wichtigen Angebote von Jugendverbänden und anderen freien Trägern der Jugendarbeit erhalten und gefördert werden können. Gerade in der aktuellen Situation braucht es trotz der Corona-Einschränkung Freiräume und Planungssicherheit für außerschulische Jugendarbeit.

Beim Klimaschutz braucht es aus Sicht des BDKJ in den kommenden fünf Jahren eine entschiedene Trendwende. „Wenn wir abwarten, bis die Folgen der Klimakatastrophe hier in Deutschland an konkreten Sterbezahlen, Ernteausfällen oder Naturkatastrophen ablesbar sind, dann ist es zu spät. Deshalb braucht es jetzt einen konsequenten Einsatz für einen echten Kurswechsel“, fordert Michael Medla, BDKJ-Diözesanleiter in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Klimakatastrophe bekämpfen und politische Beteiligung stärken

Nicht zuletzt die Großdemos von Fridays for Future hätten gezeigt, wie wichtig dieses Thema der jungen Generation ist. „Diese Anliegen ernst zu nehmen und in konkrete Politik umzusetzen, bekämpft nicht nur die Klimakatastrophe, sondern stärkt auch die politischen Beteiligungsprozesse im Lande – und vielleicht haben die Parteien dann auch endlich den Mut, mit einer Wahlaltersenkung auf 16 Jahre einen Schritt weiter zu gehen“, führt Medla aus.

Aktuelles

zum Thema

Marcel Krämer

Demokratie ist bunt und vielfältig

Esslingen am Neckar

Ein Fest mit Ausstellungseröffnung erwartete die Besucher:innen der Langen Nacht der Demokratie im neu renovierten Haus der Katholischen Kirche.

Iris Müller-Nowack

Improvisationstheater zur Langen Nacht der Demokratie

Horb am Neckar

Rund 100 Interessierte folgen Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung im Kreis Freudenstadt und auch über ernste Themen darf gelacht werden.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Gregor Moser

Bischof Krämer besucht Geflüchtetenprojekt OMID

Stuttgart

Caritas hilft traumatisierten Geflüchteten in Unterkünften der Landeshauptstadt. Mitarbeitende berichten von zunehmendem Druck und Diskriminierung.

Ines Szuck

Mutig nach vorne - Impulse aus Heiligenbronn

Heiligenbronn

Wie entsteht die Bereitschaft, Vertrautes neu zu denken? Darum geht es beim Besuch des Präsidiums des Diözesanrats bei der Stiftung St. Franziskus.

Matthias Zahner

Zwölf Clips zeigen, was Kirche leistet

Balingen

Die katholische und evangelische Kirche im Zollernalbkreis starten ihre ökumenische Kampagne „Glaub mal. Im Ländle" in den sozialen Medien.

Lea-Theresa Berg

Zur Zukunft kirchlicher Gebäude im kommunalen Leben

Rottenburg am Neckar

Durch die frühzeitige Zusammenarbeit zwischen evangelischen und katholischen Gemeinden sowie Kommunen sollen attraktive Lösungen realisiert werden.

Daniel Roeseler, Photolifter / fokus GmbH Leipzig

Neugestaltung der liturgischen Orte geht in den Dialog

Weingarten

Kirchengemeinde St. Martin und Diözese stellen die Pläne für den Raum unter der Kuppel der Basilika vor - Befürworter und Kritiker kommen zu Wort.