Zum Inhalt springen

Kampf gegen Missbrauch fortführen

Diözesanrat empfiehlt dem Bischof einen Maßnahmenkatalog

Vier externe Beobachter gaben bei der Sitzung des Diözesanrats im Kloster Schöntal fachliche Hinweise und Rückmeldungen, wie die Aufklärung und die Verhinderung von Missbrauch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart verbessert werden können.

An erster Stelle eines Maßnahmenkatalogs, den der Diözesanrat seinem Vorsitzenden Bischof Gebhard Fürst empfahl, steht eine stärkere Berücksichtigung der Betroffenen-Perspektive durch einen Beirat, den der Bischof regelmäßig anhören soll. In der kürzlich geäußerten Absicht, in der diözesanen Kommission sexueller Missbrauch (KsM) das Stimmrecht auf die ehrenamtlichen Mitglieder zu beschränken, bestärkte das Gremium den Bischof.

Ein besonderes Augenmerk legte der Diözesanrat auf Information und Fortbildung beim kirchlichen Personal. Außerdem soll nach dem Willen der Katholikenvertreter auf allen kirchlichen Ebenen ein Beschwerdemanagement installiert werden, um eine Kultur direkter und zeitnaher Problemanzeigen zu stärken.

Johannes Warmbrunn erklärte, dass die kirchlichen Strukturen einem Machtmissbrauch nicht länger Vorschub leisten dürften. „Wie im öffentlichen Leben muss Macht in ihren vielfältigen Formen konsequent kontrolliert und, wo erforderlich, auch eingeschränkt werden“, betonte der Diözesanratssprecher. In einer der nächsten Sitzungen plant das Gremium eine weiterführende Auseinandersetzung mit dem Themenfeld geistliche Macht und spiritueller Missbrauch.

Sich für die Besucher:innen interessieren

Weihbischof Karrer kennt nicht nur das Tischgebet, aus dem das Kirchenmotto entnommen ist. Als Gastwirtssohn im benachbarten Deuchelried habe er schon von klein auf gelernt, Menschen, die kommen, so anzunehmen, wie sie sind. Das verriet er dem evangelisch-methodistischen Pastor Stefan Schörk, der mit launigen Fragen die Mitglieder der Kirchenleitungen vorstellte. Zusammen mit Pfarrer Claus Blessing und Pfarrerin Elisabeth Jooß gestaltete er die Liturgie. Kantor Georg Enderwitz am E-Piano sorgte mit einem Bläsertrio für musikalischen Schwung und für die Begleitung der Lieder.

Immer wieder läutete das Glöckchen an einem der drei überdimensionalen Holzstühle. Sie markieren den Garten der Kirchen nahe dem Eingang Süd. Hier stärkten sich im Anschluss an den Gottesdienst Wangener und Gäste bei Getränken und Knabbereien. Das Kirchengelände mit Holztischen und Bänken sowie einem stabilen Zeltdach lädt zum Verweilen ein und bietet täglich den Rahmen fürs Mittagsgebet um 12 Uhr. Die Sonntagsgottesdienste werden weiterhin auf der Hauptbühne gefeiert und die Reihe „wertvoll“ lockt immer am Dienstagabend mit Themen wie selbstbestimmtes Sterben, Bibel und Koran oder Kräuter und Gesundheit auf die Argenbühne.

Unkomplizierte ökumenische Zusammenarbeit

Weihbischof Karrers Hauptabteilung Pastorale Konzeption ist im Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg für die Gartenschauen in ganz Württemberg zuständig. Für ihn ist das „größte Sommerfest im Allgäu“, wie es die Organisatoren bewerben, nicht nur wegen seiner Heimatstadt etwas Besonderes. „Es war von Anfang an ein unkompliziertes ökumenisches Miteinander“, freute er sich. Die Vielfalt der Kirchen spiegle sich sicher auch im bunten Familienprogramm jeweils am Samstag und Sonntag wider sowie freitags bei den musikalischen Abendklängen im Garten der Kirchen. Das Wichtigste sei aber die Begegnung.

Mehr zur Autorin

Aktuelles

zum Thema

Was ich anhatte…

Ravensburg

Ausstellung in Ravensburger Kirche thematisiert sexualisierte Gewalt gegen Frauen mit Begleitprogramm eines breiten Netzwerks im Landkreis.

Wachsam gegen Missbrauch

Im Gespräch über "Kinderklauer im weißen Kastenwagen", Gefahren im Internet, die Schuld der Opfer und die Bedeutung einer wertebasierten Aufklärung.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Spatenstich für ökumenisches Gemeindehaus

Bavendorf

Mit einem festlichen Spatenstich feierten zahlreiche Gemeindemitglieder gemeinsam den Beginn der Bauphase in Bavendorf.

Mehr Service und bessere Orientierung

Rottenburg am Neckar, Stuttgart

Die neue Website der Diözese Rottenburg-Stuttgart stärkt die digitale Kommunikation mit klarer Nutzerführung, schnellen Infos und mehr Service.

Neue Strukturen für das Glaubensleben in der Region

Öhringen

Vertreterinnen und Vertreter aus Heilbronn-Neckarsulm, Hohenlohe und Mergentheim nutzen die Möglichkeit zum Austausch über „Kirche der Zukunft“.

Dem Dienst am ganzen Menschen verschrieben

Stuttgart

Der Caritasverband der Diözese trauert um langjährigen Mitarbeiter Ralf Klein-Jung. Nach einer schweren Krankheit ist er vor wenigen Tagen verstorben.

Ein Ort in der Stadt zum Gespräch

Tübingen

Die Kampagne „Politik auf 13 Quadratmetern“ lädt zum Austausch. Ziel ist es, Menschen eine Stimme zu geben, die sich politisch abgehängt fühlen.