Zum Inhalt springen

Mit viel Geduld und voller Gießkanne

Ein starkes Zeichen für die Artenvielfalt: An knapp 400 Orten in unserer Diözese werden derzeit fünf seltene Kartoffeln gepflanzt.

Rottenburg / Stuttgart
Sowohl im neugestalteten Garten des Stuttgarter Bischof-Leiprecht-Zentrums als auch im Garten der Hauptabteilung Weltkirche wurden Ende April die seltenen Knollen gepflanzt. Bild: Katharina Abdo

Sowohl im neugestalteten Garten des Stuttgarter Bischof-Leiprecht-Zentrums als auch im Garten der Hauptabteilung Weltkirche wurden Ende April die seltenen Knollen gepflanzt. Bild: Katharina Abdo

An knapp 400 Orten werden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart derzeit fünf seltene Kartoffeln gepflanzt. Aufgrund der stabilen Hochdruckwetterlage konnten die Kartoffeln - viel früher als geplant - eingesetzt werden. Nun gilt es, sich in Geduld zu üben und das Gießen nicht zu vergessen.

Mit am Start sind auch diözesane Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sowohl im neugestalteten Garten des Stuttgarter Bischof-Leiprecht-Zentrums als auch im Garten der Hauptabteilung Weltkirche wurden Ende April die seltenen Knollen gepflanzt.

„Wir wollen damit auf diese alten Sorten und ihre genetische Vielfalt aufmerksam machen. Mit der Kartoffelaktion tragen wir zu deren Erhalt und Verbreitung bei“, sagt Stefan Schneider, der in der Diözese für den Fachbereich Bewahrung der Schöpfung zuständig ist. Und tatsächlich gibt es weltweit rund 5000 Kartoffelsorten. Allein in den Anden, dem Ursprungsgebiet der Knollen, wachsen 3800 Sorten.

Diese große biologische Vielfalt ist für die Kartoffel ein Schutzmechanismus vor Krankheitserregern und ist - natürlich nicht nur, aber sehr wohl ganz besonders - in Zeiten des Klimawandels schützenswert.

Die Hauptabteilung Weltkirche beteiligt sich an der Aktion, weil sie damit ein Zeichen der Solidarität für die vielen Kleinbauern in den Ländern des Globalen Südens setzen will. Kleinbäuerliche Strukturen leisten weltweit einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit, aber auch zum Umwelt- und Klimaschutz.

Und so kommen bei der Kartoffelaktion auch immer wieder Bäuerinnen und Bauern aus Peru zu Wort, die von ihren Erfahrungen und Herausforderungen beim Anbau erzählen.

Mehr zur Autorin

Aktuelles

zum Thema

DRS / Annika Werner

Landwirt sein, aus Liebe zur Familie und zur Natur

Rottweil

Der Hof der Sauters ist seit 300 Jahren im Familienbesitz. Damit er weiterbestehen kann, führt ihn der 33-jährige Samuel auf mehreren Standbeinen.

Ein Beitrag für die Biodiversität

Winterbach

2026 ist das Jahr des heiligen Franziskus, der für gelebte Ökologie steht. Das Video zeigt, wie die Liebe zur Natur eine Kirchengemeinde verändert.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Blutreitergruppe Meckenbeuren

In Treue zum Weingartener Blutritt

Meckenbeuren

Wie andere in den letzten Jahren feiert die Blutreitergruppe Meckenbeuren 2026 ihre Gründung vor 100 Jahren mit Gottesdienst und Reiterprozession.

Angelika Sönnichsen

Frieden wächst, wo Menschen einander begegnen

Rottenburg

Bischof Dr. Klaus Krämer besucht Friedens-, Bildungs- und Klimaprojekte in Burundi. Die Reise zeigt, wie langjährige Partnerschaft Zukunft schafft.

Christine Eberle

Kunst zum Entdecken und Nachdenken

Ellwangen (Jagst)

Eine Ausstellung mit Werken von Judith Wettemann-Ebert knüpft an die Themen der Landesgartenschau und besonders an die dortige Blumenschau an.

Markus Waggershauser

Im Storchengang durchs kalte Wasser

Jordanbad

Wassertreten im Kneippbecken ist gut für die Gesundheit und erfrischt im Biberacher Jordanbad und anderswo Körper und Seele - nicht nur im Sommer.

Constanze Stark

Eine Kirche mit außergewöhnlicher Geschichte

Hechingen

Eine alte Legende erzählt, dass Engel die Wallfahrtskirche über Nacht an ihren heutigen Ort getragen haben. Doch was steckt dahinter?