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Kirchen rufen zur Landtagswahl am 8. März auf

In einem gemeinsamen Appell im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl beziehen die vier großen christlichen Kirchen im Land zusammen Position.

Rottenburg am Neckar
Diözese Rottenburg-Stuttgart

Rund 7,7 Millionen Wahlberechtigte können bei der Landtagswahl ihre Stimme abgeben. Piktogramm: DRS

Angesichts wachsender Polarisierung und der Bedrohung durch extremistische Kräfte rufen die Leitungen der vier großen christlichen Kirchen in Baden-Württemberg die rund 7,7 Millionen Wahlberechtigten dazu auf, am 8. März ihre Stimme abzugeben.

Ein fundamentales Recht

In ihrem gemeinsamen Appell betonen Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart, Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, Bischof Dr. Klaus Krämer und Erzbischof Stephan Burger, dass Wählen ein fundamentales Recht ist, das die Demokratie lebendig hält und zugleich die Verpflichtung mit sich bringt, verantwortlich mit seiner Stimme umzugehen. 

Nur so stark wie die Menschen

Der Staat und seine demokratischen Institutionen seien nur so stark sei wie die Menschen, die ihn tragen. Deshalb komme es auf jede Stimme an, denn „gezielt versuchen extremistische und demokratiefeindliche Kräfte unsere demokratische Grundordnung und den Rechtsstaat zu schwächen“.

Hohe Wahlbeteiligung

Die Kirchenleitungen bitten darum, bei der Wahlentscheidung für den Schutz der Menschenwürde, einen solidarischen Zusammenhalt, einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung und den Schutz unserer demokratischen Grundordnung als gutes Fundament für ein friedliches Zusammenleben einzutreten. Abschließend danken sie allen Kandidierenden, die für diese Werte einstehen, und rufen dazu auf, dieses Engagement durch eine hohe Wahlbeteiligung zu stärken.

 

Der Text im Wortlaut:

Jede Stimme zählt

Am 8. März sind an die 7,7 Millionen Menschen in Baden-Württemberg aufgerufen, durch ihre Beteiligung an der Landtagswahl mitzuentscheiden über die politischen Weichenstellungen für die nächsten fünf Jahre. Diese Wahl geschieht in Zeiten, die uns vor große gesellschaftliche, ökologische und soziale Herausforderungen stellen. Viele Menschen erleben Unsicherheit – angesichts globaler Konflikte, wirtschaftlicher Veränderungen, sozialer Spannungen und den Auswirkungen des Klimawandels. Die Zunahme von Polarisierungen und Gewalt schadet unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gezielt versuchen extremistische und demokratiefeindliche Kräfte unsere demokratische Grundordnung und unseren Rechtsstaat zu schwächen.

Wählen ist ein fundamentales Recht und Privileg, das die Demokratie lebendig hält. Zugleich verbindet sich damit aber auch die Verpflichtung, verantwortlich mit unserer Stimme umzugehen. Denn unser Staat und seine demokratischen Institutionen sind nur so stark wie die Menschen, die ihn tragen. Dabei kommt es auf jede Stimme an: unsere Stimme ist mehr als eine unter vielen.

In diesem Sinne rufen wir dazu auf, zur Wahl zu gehen und mit der Wahlentscheidung einen Beitrag zu leisten, der sich orientiert am Wohl aller in einem Gemeinwesen, das zusammengehalten wird von den Werten der Solidarität, Gerechtigkeit und des wechselseitigen Respekts. Wir bitten Sie, mit Ihrer Stimme einzutreten

  • für den Schutz der Menschenrechte und Menschenwürde, die uneingeschränkt allen Menschen gelten;
  • für Zusammenhalt und ein solidarisches gesellschaftliches Miteinander;
  • für einen verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung und eine lebenswerte Zukunft zukünftiger Generationen;
  • für den Schutz unserer demokratischen Grundordnung als gutes Fundament für ein friedliches Zusammenleben.

Zugleich danken wir den Kandidierenden, die mit ihrer Person für diese Werte einstehen und sich dazu am 8. März zur Wahl stellen. Stärken wir sie durch unsere Stimme.

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