Zum Inhalt springen

Kirchen veröffentlichen Handreichung zu religiösen Feiern im multireligiösen Kontext der Schule

Impulse und Praxisbeispiele

Stuttgart/Freiburg/Karlsruhe/Rottenburg

„Religiöse Feiern im multireligiösen Kontext der Schule“ lautet der Titel einer Arbeitshilfe zum Beginn des neuen Schuljahres für die Fachkonferenzen Evangelische und Katholische Religionslehre und für die Schulleitungen aller Schularten in Baden-Württemberg. Sie bietet Modelle, welche die wachsende kulturelle und religiöse Vielfalt an Schulen und die daraus resultierenden Bedürfnisse angemessen aufnehmen. 
Die Arbeitshilfe enthält Impulse und Praxisbeispiele zum Beispiel für multireligiöse Feiern zur Einschulung, zum Schuljahresbeginn oder zum Abschluss des Schuljahres bzw. der Schulzeit, aber auch anlässlich von „Tod und Trauer in der Schule“. Religionslehrerinnen und -lehrer sollen darin unterstützt werden, „Schülerinnen und Schüler zu stärken, dem eigenen Glauben Ausdruck zu verleihen und zugleich den Glauben anderer zu achten“, schreiben die Herausgeber. Dadurch solle die „Schule auch im religiösen Miteinander ein Ort gelebter Identität und Pluralität“ werden. Religiöse Feiern dienten dabei nicht dazu, „andere um der Harmonie willen zu vereinnahmen, indem eigene religiöse Inhalte verschwiegen oder angepasst werden“. 
Mit der Handreichung soll einen Schritt über die bisherige Praxis hinausgegangen werden, die Angehörigen anderer Religionen lediglich „in liturgischer Gastfreundschaft“ zu den christlichen Schulgottesdiensten einzuladen. Multireligiöse Feiern können etwa dann sinnvoll sein, wenn es darum gehe, „Leiderfahrung und Trauer gemeinsam Ausdruck zu verleihen und deren Bewältigung zu unterstützen“. Sie seien zu unterscheiden von Schulgottesdiensten etwa zu Weihnachten oder Ostern als „genuin christliche Feste“. 
Theologische Vertreterinnen und Vertreter aus Islam, Alevitentum und Judentum waren während der Entstehung der Arbeitshilfe dazu eingeladen, ihre Expertise einzubringen und die verschiedenen Praxisbeispiele kritisch zu begutachten. 
Die Autorinnen und Autoren berufen sich auch auf die langjährige, bewährte Tradition der Ökumene in vielen schulischen Handlungsfeldern in Baden-Württemberg. Diese guten Erfahrungen gelte es heute für die neuen Herausforderungen im interreligiösen Miteinander fruchtbar zu machen, heißt es in der Arbeitshilfe. 
Herausgeber sind die seitens der Kirchenleitungen für schulische Bildung Verantwortlichen Ute Augustyniak-Dürr (Diözese Rottenburg-Stuttgart), Susanne Orth (Erzdiözese Freiburg), Christoph Schneider-Harpprecht (Evangelische Landeskirche in Baden) und Norbert Lurz (Evangelische Landeskirche in Württemberg).

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Gregor Moser

Bürgermeister bei Pilgertag in Oberschwaben

Weingarten

Rund 40 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nutzen Angebot der Diözese für Auszeit mit geistlichen Impulsen, Gesprächen und Zeit zur Besinnung.

Angelika Sönnichsen

Frieden wächst, wo Menschen einander begegnen

Rottenburg

Bischof Dr. Klaus Krämer besucht Friedens-, Bildungs- und Klimaprojekte in Burundi. In Nyanza Lac eröffnet ein Zentrum für Frieden und Versöhnung.

Markus Leser

Bischof erhebt die Klosterkirche in Rot an der Rot zum Münster

Rot an der Rot

Beim Patrozinium am Fest der Heiligen Verena gibt Pater Johannes-Baptist Schmid, Pfarrer der Seelsorgeeinheit Rot-Iller, die Ehrung offiziell bekannt.

Blutreitergruppe Meckenbeuren

In Treue zum Weingartener Blutritt

Meckenbeuren

Wie andere in den letzten Jahren feiert die Blutreitergruppe Meckenbeuren 2026 ihre Gründung vor 100 Jahren mit Gottesdienst und Reiterprozession.

Matthias Zahner

Beeindruckende Wegmarken des Glaubens

Der emeritierte Bischof Dr. Fürst und Weihbischof Dr. Schneider segnen den nun vollständig restaurierten Prozessionsweg im Weggental in Rottenburg.