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Kloster Obermarchtal erhält Förderung für historische Dachstuhlsanierung

Das Land Baden-Württemberg unterstützt die denkmalgerechte Sanierung des historischen Dachstuhls im Kloster Obermarchtal.

Obermarchtal
Das Land Baden-Württemberg fördert die Renovierung des Klosters Obermarchtal. Wikimedia CC0/ Armin Appel

Blick von oben auf das historische Kloster Obermarchtal. Das Land Baden-Württemberg unterstützt die denkmalgerechte Sanierung des historischen Dachstuhls. Foto: Wikimedia CC0/ Armin Appel

Kloster Obermarchtalerhält großzügige Unterstützung für seine Erhaltung: Das Land Baden-Württembergunterstützt die denkmalgerechte Sanierung des historischen Dachstuhls mit 303.870 Euro. Der Bewilligungsbescheid wurde im repräsentativen Spiegelsaal des Tagungshauses Kloster Obermarchtal übergeben.

Bischof Dr. Klaus Krämer und Generalvikar Dr. Clemens Stroppel nahmen den Bewilligungsbescheid von Prof. Dr. Markus Müller, Leiter der Abteilung Wohnen, Städtebau, Baurecht und Denkmalpflege im Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg, sowie Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart, entgegen.

Dank für die großzügige Förderung durch das Land

Bischof Dr. Krämer und Generalvikar Dr. Stroppel dankten dem Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen sowie dem Landesamt für Denkmalpflege für die finanzielle Unterstützung und das damit verbundene wertschätzende Zeichen: „Die Förderung ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt eines herausragenden Kulturdenkmals und ermöglicht es, die wertvolle historische Bausubstanz des Klosters Obermarchtal langfristig zu sichern“, betonten sie.

Eine denkmalgerechte Sanierung des historischer Dachstuhls ist notwendig

Die Dachstuhlkonstruktion des Hauptgebäudes im Kloster Obermarchtal stammt überwiegend aus der ursprünglichen Bauzeit und ist insbesondere in den Traufbereichen stark sanierungsbedürftig. Die Schäden wurden durch ein umfassendes Gutachten dokumentiert. Die Sanierungsmaßnahmen erfolgen nach den Vorgaben des Denkmalschutzes, um die historische Bausubstanz dauerhaft und nachhaltig zu erhalten.

Kloster Obermarchtal ist Teil des Denkmalförderprogramms 2026

Die Förderung für das Kloster Obermarchtal ist Teil der ersten Tranche des Denkmalförderprogramms 2026 des Landes Baden-Württemberg. Insgesamt stellt das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen rund 6,9 Millionen Euro für den Erhalt und die Sanierung von 63 Kulturdenkmalen bereit. Unterstützt werden 30 private, zehn kommunale und 23 kirchliche Projekte.

Bund und Land fördern die Sanierung des Klosters Obermarchtal

Stefan Baur von der Abteilung Grund- und Bauverwaltung des Bischöflichen Ordinariats Rottenburg-Stuttgart hebt die enge Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege hervor: „Zu erwähnen ist noch, dass wir auch Fördermittel des Bundes beantragt und genehmigt bekommen haben, welche wir ohne die gute Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege so nicht erhalten hätten. Das Landesamt muss diese Mittel beim Bund für uns freigeben und bestätigen. Dankenswerterweise funktionierte die Zusammenarbeit auch bei diesem Projekt reibungslos und sehr professionell.“

Mehrjährige Förderung der Dachstuhlsanierungen

Die Dachstuhlsanierung wird in mehreren Bauabschnitten umgesetzt. Bereits in den vergangenen Jahren wurden Fördermittel bewilligt. 2024 waren es 114.040 Euro für den ersten Bauabschnitt. 2025 folgten 176.300 Euro für den zweiten Bauabschnitt.
Für 2026 sind es nun 303.870 Euro für den dritten und vierten Bauabschnitt. Die Höhe der aktuellen Förderung wurde erstmals bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids im Kloster Obermarchtal bekannt gegeben.

Denkmalpflege sichert die Zukunft des Klosters

Baden-Württemberg unterstützt seit mehr als 40 Jahren Eigentümerinnen und Eigentümer beim Erhalt bedeutender Kulturdenkmale. Kirchen und Kommunen können dabei Fördermittel in Höhe von bis zu 33 Prozent der denkmalbedingten Kosten erhalten. Finanziert wird das Denkmalförderprogramm aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat. Mit der Förderung leistet das Land einen wichtigen Beitrag dazu, das Kloster Obermarchtal als bedeutendes geistliches, kulturelles und historisches Erbe auch für kommende Generationen zu bewahren.

Über das Kloster Obermarchtal

Das Kloster Obermarchtal blickt auf eine über 1.250-jährige Geschichte zurück und wurde bereits 776 erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1171 prägten die Prämonstratenser über 600 Jahre lang das Klosterleben. Im Jahr 1500 wurde das Kloster zur freien Reichsabtei erhoben. Nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges entstand zwischen 1686 und 1770 die heutige prachtvolle Barockanlage, die zu den bedeutendsten Barockensembles Oberschwabens zählt. Mit der Säkularisation wurde das Kloster 1802/03 aufgelöst und enteignet. Die Herrschaft über Obermarchtal ging anschließend an das Fürstenhaus Thurn und Taxis über. Heute wird die historische Anlage unter anderem als Bildungshaus genutzt und ist ein bedeutendes Kulturdenkmal der Region.

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