Eine Idee war die Kapelle, die zur Jahrtausendwende an die Christianisierung des Allgäus durch Gallus und andere erinnern und zum Lückenschluss der A 96 bei Leutkirch fertig sein sollte. Dank des 1997 gegründeten Fördervereins war sie das auch, doch drohte kurz vorher der Rastplatz samt Zugangsweg dem Rotstift in Berlin zum Opfer zu fallen. Laut Zimmer rettete damals der baden-württembergische Verkehrsminister Ulrich Müller, der am Sonntag unter den Gästen weilte, die Situation. Ein unterstützendes Kuratorium sowie viele Spender:innen und Sponsor:innen machten den Bau möglich. Acht Kommunen aus der Umgebung finanzierten je eine der Säulen, auf denen die Dachkonstruktion ruht. Das Holz dafür steuerte das Haus Waldburg-Zeil bei.
Einheimische beleben den Allgäuer Petersdom
„Der Winterberg ist ein Ort, der für unsere Heimat prägend ist“, sagte Weihbischof Matthäus Karrer zu Beginn der Feier. Der gebürtige Allgäuer wurde zuvor als Stammgast begrüßt. Die Galluskapelle gehöre nicht nur zu den meistbesuchten Autobahnkirchen im Land, berichtete Karrer, sondern werde besonders stark auch von Einheimischen belebt. Wie der AlphornCHOR, der Kindergarten St. Silvester oder die Musikgruppe „Amicitia“ beim Jubiläumsgottesdienst sowie „die Steibisberger“ beim anschließenden Fest, bringen sich viele einzelne und Gruppen in das spirituelle und kulturelle Jahresprogramm ein.