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Kreatives Nähen in der Krise

Das Upcycling-Label EiNZIGWARE der Caritas näht in Albstadt und Tuttlingen Mund-Nasen-Masken und ruft zum Mitmachen auf.

Tuttlingen
EiNZIGWARE / Caritas

Screenshot: EiNZIGWARE / Caritas

Mund- und Nasen-Masken sind in der Corona-Krise Mangelware. Auch bei den sozialen Diensten und Einrichtungen der Caritas werden die Kontingente knapp. Das Upcycling-Label EiNZIGWARE der Caritas näht deshalb jetzt Mund-Nasen-Masken (MNM) und ruft zum Mitmachen auf. Diese Masken sind aus zweilagiger Baumwolle und bei 95 Grad waschbar.

„Auch wir möchten unseren Teil dazu beitragen, den Engpass durch Behelfsmasken zu beheben und das Gegenüber zu schützen“, sagt Manuela Mayer, Leiterin der Caritasregion Schwarzwald-Alb-Donau.

Um kein falsches Sicherheitsgefühl zu vermitteln weist die Caritas in einem dem Behelfsmundschutz beigefügten „Beipackzettel“ ausdrücklich darauf hin, dass die Mund-Nasen-Maske nicht für den professionellen Einsatz in Kliniken und Krankenhäusern konzipiert ist und keinen zertifizierten Mundschutz mit nachgewiesener Virenresistenz ersetzt.

Aber: Die genähten Masken können die Gefahr verringern, andere ungewollt zu infizieren. Sofern keine anderen Masken mit nachgewiesener Wirkung zur Verfügung stehen, kann die Behelfsmaske auch von pflegenden oder betreuenden Angehörigen genutzt werden.

Waschen bei 95 Grad wird empfohlen. Zur Desinfektion können die Behelfsmasken auch auf dem Herd in einem Wasserbad für mindestens fünf Minuten ausgekocht werden. Ergänzend sollten die Mund-Nasen-Masken gebügelt werden.

Hergestellt werden die Behelfsmasken im Rahmen des Caritasprojekts „Buntgut“ in Tuttlingen und Albstadt. Langzeitarbeitslose und Menschen mit Fluchterfahrung nähen sie in den Buntgut-Werkstätten. Sie erhalten so eine Tagesstruktur und lernen die deutsche Sprache und Kultur bei der Arbeit.

Unter dem Label EiNZIGWARE werden die neuen Produkte vertrieben, so entstehen neben den Mundbedeckungen etwa auch Rucksäcke, Taschen, Schürzen und Co. Sie alle sind recycelt aus gebrauchten Materialien wie gebrauchten Hemden und Hosen.

Bislang beteiligen sich bundesweit elf soziale Betriebe an der Näh-Aktion. Täglich werden es mehr. Auch Privatpersonen und Ehrenamtliche können Mund- und Nasen-Masken nähen. „Der Bedarf ist da – auch über soziale Dienste und Einrichtungen der Caritas hinaus“, so Mayer.

Als Service für alle, die mitnähen möchten, hat das Label EiNZIGWARE eine Anleitung als PDF auf www.einzigware.deeingestellt.

Bezogen werden können die in Albstadt und Tuttlingen genähten Mund-Nasen-Masken für 3,50 Euro pro Stück über die Caritas Schwarzwald-Alb-Donau oder direkt über Hanna Dilger per Mail an dilger.h@caritas-schwarzwald-alb-donau.de oder telefonisch unter 01 76 / 19 97 50 52.

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