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Kunstwerk aus Kaffeesatz, Blüten und Milchreis

Nach den Corona-Ausgaben der vergangenen zwei Jahre gibt es wieder einen großen Blumenteppich auf dem Michaelsberg. Dahinter steckt viel Arbeit.

Cleebronn

Im Anbau des Elternhauses in Cleebronn öffnet Doreen Richter einen Plastikeimer. „Das ist das Wichtigste: Kaffeesatz“, sagt sie. Den braucht Doreen Richter, um später die Konturen ihres Motivs auf dem Michaelsberg nachzuzeichnen. Aus Blütenblättern, Kaffeesatz, Leinsamen und anderen Streuzutaten entsteht dort der regional bekannte Fronleichnamsblumenteppich. Er zeigt kein abstrakt-symbolisches Bild, sondern immer eine figürliche Szenerie.

„Für die Gesichter nehme ich Milchreis. Das hat schon meine Oma so gemacht“, erklärt Doreen Richter. Als Kind war sie mit dabei. Die 42-Jährige ist bereits seit langer Zeit nun selbst für den Blumenteppich auf dem Michaelsberg verantwortlich - nach ihrer Oma und einem Onkel. Im Jahr 1996, mit 16 Jahren, gestaltete Doreen Richter ihr erstes Motiv.

Das Blumenbild entsteht in mehreren Arbeitsschritten an mehreren Tagen zunächst am und im Elternhaus von Doreen Richter und dann auf dem Michaelsberg. Dabei bekommt Doreen Richter Unterstützung von ihrem Mann und ihrem Vater. Beim Blütenzupfen – die Blumen sind Ausschussware eines Großhändlers, dazu kommen Blumenspenden von Einzelpersonen – und beim Legen des Motivs sind weitere Helferinnen und Helfer im Einsatz, einige von ihnen selbst schon seit vielen Jahren. Das Video zeigt, mit wie viel Aufwand der 4,2 Meter mal 3,2 Meter messende Blumenteppich Form annimmt.

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