Landwirt sein, aus Liebe zur Familie und zur Natur
DRS / Annika Werner Biolandwirt Samuel Sauter füttert seine Kühe. Die Viehaltung ist einer von mehreren Standbeinen, auf denen sein Hof steht. Foto: DRS / Annika Werner
Samuel Sauter geht bei seiner Arbeit sorgsam mit der Natur um. „Es ist nicht so, dass konventionell schlecht ist und Bio gut“, so der 34-Jährige. Auf seinem Hof versuche er aber, mehr mit dem Kreislauf zu arbeiten – und es mit Leichtigkeit zu nehmen, wenn die Erträge geringer sind und mal etwas nicht klappt. Damit der Hof in der heutigen Zeit weiter bestehen kann, hat die Familie ihn auf mehrere Standbeine gestellt.
Samuels Ansicht nach ist es wichtig, mit der Natur zu arbeiten, denn „die Schöpfung ist uns ja nur geliehen und gehört uns nicht.“ Der zweifache Familienvater ist sich auch der Verantwortung bewusst, die er der nächsten Generation gegenüber hat.
In unserem YouTube-Video nimmt er uns mit auf seinen Traktor, seinen Hof, den Kartoffelacker und den Kuhstall. Dabei erzählt er von den Herausforderungen und den schönen Seiten seines Berufs.
Dieses Jahr spielt die Bewahrung der Schöpfung eine ganz besondere Rolle: 2026 jährt sich der Todestag des heiligen Franziskus zum 800. Mal. Der Heilige ist ein Symbol für Ökologie und die Liebe zur Natur. In seiner Enzyklika Laudato si' beschreibt Papst Franziskus diese Liebe als "weit mehr als eine intellektuelle Bewertung oder ein wirtschaftliches Kalkül, denn für ihn war jedes Geschöpf eine Schwester oder ein Bruder, ihm verbunden durch die Bande zärtlicher Liebe. Deshalb fühlte er sich berufen, alles zu hüten, was existiert.”
Für Christinnen und Christen ist der Raubbau an der Natur immer mit großer Sorge verbunden. Daher hat die ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) in Deutschland den ökumenischen Schöpfungstag ausgerufen, der in den Gemeinden zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober gefeiert werden kann. Das diesjährige Motto lautet: “Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?” (Hiob 38,18).