Zum Inhalt springen

Leichterer Zugang zur Impfung

Das Netzwerk "Alter und Pflege" fordert eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Pflegeheimen und einen besseren Zugang zur Impfung.

Stuttgart

Die Pflegeeinrichtungen unter dem Dach der Caritas danken für den Einsatz der Bundeswehr in ihren Häusern. „Der Bundeswehreinsatz ist in unseren Einrichtungen gut gestartet und stellt eine riesige Entlastung des Personals dar“, sagt Dr. Alfons Maurer, Vorstand der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung und Sprecher des württembergweiten „Netzwerk Alter und Pflege“.

„Unser Dank gilt allen Soldatinnen und Soldaten. Mit ihrem Einsatz konnten wir mehr Sicherheit und Verlässlichkeit in den Einrichtungen herstellen.“ Aufgrund des pandemiebedingten Personalengpasses unterstützen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bei der Testung von Besucherinnen und Besuchern.

Mit Blick auf weitere herausfordernde Wochen betont Maurer die Notwendigkeit, den Bundeswehreinsatz so lange zu verlängern, bis der Bund flächendeckend weitere Hilfen durch Freiwillige aufgebaut hat. „Es braucht hier auf jeden Fall eine Übergangszeit, damit die Tests in den Einrichtungen weitergehen und die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner nicht eingeschränkt wird.“

Impfung: Sammeltermine für Mitarbeitende in der Pflege gefordert

Das Netzwerk Alter und Pflege fordert zudem, dass die Impfung für ambulante Dienste vereinfacht wird. Derzeit muss jeder und jede Mitarbeitende einzeln einen Termin in einem Impfzentrum vereinbaren. Abhilfe könnten Sammeltermine für Mitarbeitende in der Pflege in den Impfzentren schaffen.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Mobilen Impfteams bei sogenannten „aufsuchenden Impfterminen“ die Mitarbeitenden in der ambulanten Pflege impfen. Auch müsste die Unterstützung von Pflegebedürftigen, die zuhause leben und nur bedingt die Möglichkeit haben, ein Impfzentrum aufzusuchen, ausgebaut werden.

Weiterhin empfiehlt das Netzwerk Alter und Pflege dringend, dass Mitarbeitende und Pflegebedürftige, die eine Covid-Infektion überstanden haben, ebenfalls geimpft werden. Denn sie haben aufgrund teilweise symptomfreier Infektionsverläufe kaum einen Immunitätsstatus erworben. Derzeit erhalten Menschen nach einer überstandenen Covid-Erkrankung in Baden-Württemberg keine Impfung.

Das Netzwerk "Alter und Pflege

Im Netzwerk „Alter und Pflege“  haben sich rund 80 katholische Anbieter von stationärer und ambulanter Hilfe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zusammengeschlossen. Die Mitglieder des Netzwerks unterstützen, pflegen und sorgen für Menschen in unterschiedlichen Bedarfslagen.

Diesen Beitrag leisten die katholischen Träger auf hohem, professionellen Niveau und nach anerkannten Standards bei gleichzeitiger Bezahlung von Tariflöhnen für die Beschäftigten. In Kooperation mit Akteuren aus Kirche, Politik, Kommunen und Praxis setzen sich die katholischen Träger dafür ein, dass Pflege und Betreuung im Sozialraum nah am Menschen stattfinden können.

Mehr zur Autorin

Aktuelles

zum Thema

Zukunftsmut wächst dort, wo Liebe ist

Ellwangen (Jagst)

Wie wird sozial-karitatives Ehrenamt fit für die Zukunft? Beim diözesanen Begegnungstag der Caritas-Konferenzen schauten Engagierte mutig nach vorne.

Menschenwürde statt Notverwaltung

Stuttgart

Wohnungsnotfallhilfe der Caritas begrüßt Bundesleitfaden zur Unterbringung wohnungsloser Menschen und fordert verbindliche Umsetzung.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Ulrich Gresser

Nicht wegschauen angesichts des Leidens

Bei der zweitgrößten Reiterprozession Mitteleuropas erinnert der Niederaltaicher Abt Marianus Bieber an Krieg und Terror damals und heute.

Arkadius Guzy

Glockenfreundschaft findet Anklang

Rottenburg

Eine Delegation aus der polnischen Diözese Świdnica/Schweidnitz ist zu Gast in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Gute Gedanken im Wimmelbild des Lebens

Ellwangen (Jagst)

Pater Philipp für Profis und für Anfänger - In einer kleinen, feinen Ausstellung im Programm der Landesgartenschau kann man den Seligen neu entdecken.

Christian Turrey

Zwischen Krieg und Hoffnung

Stuttgart

Vier Monate saß Rabbiner Jeremy Milgrom wegen des Kriegs in Israel fest. Jetzt erzählt der Friedensaktivist im Interview von seinen Erfahrungen.

iStock.com/IR_Stone

Feier des Weihejubiläums

Rottenburg

Folgende Priester und Diakone der Diözese sind vor 50, 60 und mehr Jahren geweiht worden und feiern in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum.