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Lichterprozession, Blutritt und Bergpredigt

Bad Wurzach feiert das Heilig-Blut-Fest erneut unter Corona-Bedingungen - zum Festgottesdienst kommt Weihbischof Gerhard Schneider.

Bad Wurzach
Im Schatten der Bäume sitzen Gottesdienstbesucher vor der Gottesbergkirche.

Gottesdienst vor dem Kirchlein auf dem Bad Wurzacher Gottesberg - Archivfoto: Pfarrer Stefan Maier

Am zweiten Freitag im Juli zieht traditionell eine Reiterprozession durch die Stadt am Übergang von Oberschwaben zum Allgäu. Die Inzidenzzahlen im Kreis Ravensburg scheinen den Wurzacher Blutritt mit Delegationen der einzelnen Pfarreigruppen und auf einer verkürzten Strecke möglich zu machen. Bereits am Sonntag, 4. Juli, soll eine Lichtfeier um 21 Uhr auf dem Klosterplatz an die sonst übliche Lichterprozession anknüpfen. Kerzen werden zum Verkauf angeboten. Eventuelle Sitzgelegenheiten sind selbst mitzubringen. Anmeldungen nimmt das Pfarrbüro bis heute um 12 Uhr unter Telefon 07564 93290 entgegen.

Wer am Blutfreitag, 9. Juli, einzeln, mit der Familie oder in einer Gruppe entsprechend der Coronaregeln den Pozessionsweg der Pferde zu Fuß gehen möchte, findet an den Schriftenständen der Kirchen, im Rathaus und in der Bad Wurzach-Info ein Pilgerheftchen. Den Festgottesdienst im Freien um 10.30 Uhr auf dem Gottesberg feiert Weihbischof Gerhard Schneider mit den Pilgerinnen und Pilgern.

Die "Bergpredigt" um 14.30 Uhr - ebenfalls auf dem Gottesberg - hält Pater Hubert Veeser, Provinzial der Salvatorianer. Diese Ordensgemeinschaft betreut den Gottesberg, in dessen Kapelle die Blutreliquie beheimatet ist, und leitete auch lange Zeit das Gymnasium "Salvatorkolleg" in der Stadt. Für Festgottesdienst und Predigt ist ab 5. Juli ebenfalls eine Anmeldung im Pfarrbüro notwendig.

Heilig-Blut-Reliquie Bad Wurzach

Die Heilig-Blut-Reliquie auf dem Gottesberg stammt aus dem Privatbesitz von Papst Innocenz XII., der sie im Jahre 1693 einem deutschen Pilger schenkte. Das blutgetränkte Tuchstücklein kam in einer goldenen Kapsel 1763/64 nach Bad Wurzach und erhielt eine kleine Monstranz. Die Reliquie wurde Wallfahrern Blutfreitag zum Küssen dargereicht. Als vor 100 Jahren Salvatorianerpatres auf den Gottesberg kamen, förderten sie die feierliche Verehrung des kostbaren Blutes. Beim ersten Blutritt am 13. Juli 1928 nahmen 350 Reiter teil.

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