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Rettungsdienstschule gegen Fachkräftemangel

22 Schülerinnen und Schüler starten an der neuen Malteser Rettungsdienstschule in Korntal-Münchingen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter.

Stuttgart/Korntal-Münchingen
Angehende Notfallsanitäterinnen und -sanitäter mit dem Malteser Landesbeauftragten, den Geschäftsführern sowie Lehrkräften der neuen Malteser Rettungsdienstschule BW in Korntal-Münchingen. Foto: Malteser/ Peter C. Klein

Angehende Notfallsanitäterinnen und -sanitäter mit dem Malteser Landesbeauftragten, den Geschäftsführern sowie Lehrkräften der neuen Malteser Rettungsdienstschule BW in Korntal-Münchingen. Foto: Malteser/ Peter C. Klein

Mit 46 Rettungswachen und Notarztstandorten sowie rund 133.000 Einsätzen im vergangenen Jahr bilden die Malteser eine der festen Säulen der präklinischen Notfallversorgung in Baden-Württemberg. Um auch die theoretisch-praktische Ausbildung ihrer Mitarbeitenden im Rettungsdienst aktiv mitzugestalten, haben die Malteser in Korntal-Münchingen ihre erste Rettungsdienstschule in Baden-Württemberg eröffnet. Am 11. Oktober startete hier der erste Notfallsanitäter-Lehrgang mit 22 Schülerinnen und Schülern. Das Einzugsgebiet der Schule beginnt in Bad Wimpfen und umfasst den Großraum Stuttgart sowie die Kreise Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg/Enzkreis, Nürtingen, Reutlingen, Tübingen und Zollern-Alb.

"Es ist uns Maltesern ein großes Anliegen, die Versorgung der Bevölkerung in Notfällen immer weiter zu verbessern", betont Malteser Regionalgeschäftsführer Klaus Weber, der die zukünftigen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter an ihrem ersten Schultag in der neuen Landesschule begrüßte. "Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun an unserer eigenen Rettungsdienstschule selbst für den dringend benötigten beruflichen Nachwuchs sorgen können."

"Mit unserer neuen Rettungsdienstschule leisten wir Malteser einen wichtigen Beitrag, um dem Fachkräftemangel im Rettungsdienst entgegenzuwirken", erklärt auch Schulleiter Johannes Pranghofer, der bisher an der Malteser Rettungsdienstschule in Wetzlar als Projektleiter tätig war. "Die Ausbildung findet an drei Lernorten statt: Der Unterricht hier an der Schule reicht von Inhalten zur Staatsbürgerkunde über Berufskunde und wissenschaftlichem Arbeiten über notfallmedizinische Grundlagen inklusive Anatomie bis hin zur Gesundheitsförderung. Die praktischen Teile ihrer dreijährigen Ausbildung absolvieren die angehenden Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter an einer unserer Lehrrettungswachen in Baden-Württemberg sowie in unterschiedlichen Kliniken", erläutert Pranghofer.

Alle Lehrsäle der Malteser Rettungsdienstschule Baden-Württemberg sind mit digitalen Tafeln, so genannten Interactive Boards, ausgestattet. Die Schülerinnen und Schüler erhalten zum Start ihrer Ausbildung alle ein Tablet-PC, um die Unterrichtsinhalte auch interaktiv begleiten zu können. Außerdem finden sich auf den Tablet-PCs die Lehrbücher als eBook-Variante. Weiterhin stehen den Schülerinnen und Schülern eine Vielzahl an Wiederbelebungspuppen, typisches Notfall-Equipment wie EKG- und Beatmungsgeräte, Rucksäcke und Fahrtragen, eine Planspielplatte für das Einsatztaktiktraining sowie eine Simulationseinrichtung mit Aufzeichnungs- und Wiedergabesystemen zur Verfügung.

Landesweit beginnen über 40 zukünftige Notfallsanitäterinnen und -sanitäter ihre Ausbildung bei den Maltesern in Baden-Württemberg, wobei einige von ihnen auch die Rettungsdienstschule der Malteser im benachbarten Rheinland-Pfalz oder Schulen anderer Hilfsorganisationen besuchen - je nach geographischer Anbindung. Die Malteser Rettungsdienstschule Baden-Württemberg ist Teil des Malteser Bildungszentrum Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland (HRS), das unter Leitung des Malteser Bezirksgeschäftsführers Claus Kemp drei weitere staatlich anerkannte Rettungsdienstschulen in Hessen (Wetzlar) und Rheinland-Pfalz (Frankenthal und Trier) betreibt und in diesem Jahr erstmals über einhundert angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter begrüßen durfte.

"Über Regionsgrenzen hinaus haben die Malteser hier eine Kooperation geschlossen, die langfristig die Ausbildung von Rettungsdienstpersonal in Baden-Württemberg sicherstellen soll", so Christoph Götz, Malteser Regionalgeschäftsführer HRS. Klaus Weber, Malteser Regionalgeschäftsführer Baden-Württemberg, ergänzt: "Ich freue mich mit den Kollegen aus HRS, die bereits seit vielen Jahren Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter ausbilden, auch hier in Baden-Württemberg für professionell ausgebildeten Rettungsdienstnachwuchs sorgen zu können".

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