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Mariengruß in tiefster Nacht

Die „Ave-Glöcklein“-Gruppe setzt eine lange Tradition aufs Neue fort und zieht in der Dunkelheit durch die Straßen.

Degmarn

In der Nacht auf Karfreitag ist die „Ave-Glöcklein“-Gruppe nach mehrjähriger Pause wieder zu hören. Von etwa 2.30 Uhr bis etwa 6 Uhr werden elf Personen in Degmarn und dann in Oedheim (Landkreis Heilbronn) unterwegs sein, um an verschiedenen Stellen in den beiden Orten die vier Strophen des „Ave-Glöcklein“-Lieds zu singen, wie Albert Bertsch ankündigt.

Das Marienlied soll auf die Kar- und Ostertage einstimmen. „Aveglöcklein läutet still;
Jungfrau alles grüßen will“, lauten die ersten Zeilen. Das Lied wird vor allem in Degmarn gesungen und zusätzlich an einigen wenigen Plätzen in Oedheim. Auch die Neubaugebiete in Degmarn sind dabei einbezogen. Nach der nächtlichen Tour gibt es für die Gruppe ein gemeinsames Frühstück.

Spenden für religiöse Denkmale

Seit 1993 gibt es den Brauch. Die „Ave-Glöcklein“-Gruppe nahm damals eine Tradition aus früheren Jahrzehnten neu auf. So wollte sie Spenden für den Erhalt und die Restaurierung religiöser Denkmale wie der Lourdesgrotte sammeln.

Laut Bertsch soll das Geld, das Hausbewohner:innen an den Sing-Standorten geben, auch diesmal einem Restaurierungsprojekt zugutekommen. „Einige, die in der Nacht nicht aufstehen wollen, spenden schon jetzt“, sagt der 81-Jährige. Das „Ave-Glöcklein“-Singen finde nun zum ersten Mal nach einer coronabedingten, dreijährigen Pause wieder statt.

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