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Martinsgeschichte mit Spezialeffekt

Schauspiel, Tanz und Lieder: Die Katholischen Fachschulen Neckarsulm erzählen in einem Musical die Ursprünge des "Mantelteilens".

Stuttgart
Diözese Rottenburg-Stuttgart

Den eigenen Weg gehen und Leben teilen – Ein Musical der Katholische Fachschulen St. Martin Neckarsulm mit Schulen für soziale Berufe. Fotos: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Arkadius Guzy

Was hat es mit dem riesigen, roten Mantel auf dem Schlossplatz auf sich? Mit ihrem Martinsmusical knüpfen die angehenden Erzieherinnen der Katholischen Fachschulen St. Martin Neckarsulm direkt an den Eröffnungsgottesdienst an. Mit Schauspiel, Tanz und Liedern erzählen sie die Geschichte des heiligen Martin.

Ihre Tochter habe schon einmal was von Martin gehört, "aber noch nicht so intensiv", sagt die Mutter eines dreijährigen Mädchens nach der halbstündigen Vorstellung. Die Neckarsulmer Schülerinnen haben zusammen mit ihrer Musikpädagogin Heike Pfitzenmaier ihr Musical nicht umsonst sehr familien- und kindgerecht gestaltet.

Alles spielt sich als Geschichte in der Geschichte im Kindergarten ab: Nachdem die Kinder den großen Katholikentags-Mantel auf dem Schlossplatz gesehen haben, wollen sie mehr über den heiligen Martin wissen. So greift eine Mutter, gespielt von Laura Limbach, zu einem Buch und beginnt zu erzählen – von Martin, wie er mit dem Bettler seinen Mantel teilt oder wie er dem Kaiser gegenübertritt. Spielszenen, die das Geschehen illustrieren wechseln sich mit kleinen Bewegungs- und Tanzchoreographien ab. Dabei schlüpfen die Darstellerinnen teilweise in mehrere Rollen.

Sie spielen sogar die Gänse, die mit ihrem Geschnatter im Stall auf Martin aufmerksam machen. Die Tiere sind dabei so aufgeschreckt, dass Federn in die Luft fliegen – echte Gänsefedern. Den Effekt, der im Publikum bei dem einen oder anderen Erwachsenen für ein Schmunzeln sorgt, hat sich Pfitzenmaier speziell für den Katholikentagsauftritt ausgedacht. Dafür hat sie ein altes Federkissen ihrer Schwiegermutter ausgenommen, wie sie nach der Vorstellung erzählt.

Die Aufführung im Theatersaal der Evangelischen Jugend Stuttgart verfolgt auch Dr. Thomas Ochs, der Leiter der Fachschulen, mit einem seiner beiden Söhne. "Das habt ihr ganz toll gemacht. Ich bin stolz auf euch", sagt er danach hinter der Bühne. Nachdem alle Requisiten wieder eingesammelt und die Federn wieder zusammengekehrt sind, besuchen die Schülerinnen dann in Kleingruppen das Katholikentagsprogramm.

Hintergrund: Die Interkulturelle Woche

Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In mehr als 500 Städten und Gemeinden gibt es rund 5.000 Veranstaltungen. Der nationale „Tag des Flüchtlings“, dieses Jahr am 1. Oktober, ist Bestandteil der Interkulturellen Woche. Weitere Informationen gibt es unter www.interkulturellewoche.de.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden im neu gegründeten Fachbereich Interkulturelles Sozialmanagement der Einsatz der kirchlichen Einrichtungen vernetzt; der Fachbereich ist Teil der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft im Bischöflichen Ordinariat. Der Fachbereich unterstützt auch finanziell Projekte und Einzelpersonen

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