Flieder und Akelei, Glockenblumen, Klatschmohn und Waldvögelein - mit der Begeisterung eines Kindes badet Nikolaus Stark in den Blütenmeeren, mit denen er via Leinwand dem kühlen Ambiente des Ostalbkreishauses Farbe und Wärme verleiht. „Da muss man keine großen Erklärungen geben, sondern da muss man einfach die Augen aufmachen und schauen", sagt der Künstler. Auch er habe genau hinschauen müssen, als er seine Skizzen anfertigte, um zu zeigen, wie die Blumen wachsen. Quasi als „Schule des genau Hinschauens" hat er seine Blumen, mit denen er dem Schöpfer die Ehre gibt, an den Anfang seiner Ausstellung gestellt. Anmutig und von unbeschwerter Zartheit strecken sie ihre leuchtenden Köpfe empor, als sei ihr Blühen für die Ewigkeit bestimmt. Doch „die Blumen verblühen schnell", sagt Stark nachdenklich und in Anspielung auf ein Gedicht von Joseph von Eichendorff (1788-1857), das seiner Ausstellung Inspiration und Namen gibt: „Die Zeit geht schnell."