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"Menschennaher Seelsorger und kreativer Gestalter"

Der emeritierte Rottenburger Domdekan Prälat Georg Kopp ist am Samstag, 2. Juli 2022, nach längerer Krankheit im Alter von 90 Jahren gestorben.

Rottenburg am Neckar

Der allseits hoch geschätzte Priester wurde in einer Biographie, die zu seinem 90. Geburtstag erschienen ist, als "Visionär einer menschenfreundlichen Kirche" bezeichnet. Bischof Gebhard Fürst schrieb darin, an Kopps Persönlichkeit werde deutlich, "dass es immer wieder charismatische , vertrauens- und hoffnungsstarke Menschen gibt, die in unserer Kirche Lebendigkeit aufbrechen und daran glauben lassen, dass in ihren Begabungen, in ihrem Charisma, oft auch in ihrer Widerständigkeit und in ihrer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Gottes Geist lebendig ist".

Georg Kopp, am 21. September 1931 in Bittelbronn bei Horb geboren, wurde am 16. Juni 1956 von Bischof Carl Joseph Leiprecht in Rottenburg zum Priester geweiht. In seiner Laufbahn war er unter anderem Diözesanjugendseelsorger, Spiritual im Tübinger Wilhelmsstift, Regens am Rottenburger Priesterseminar und Personalreferent im Bischöflichen Ordinariat.

 

"Ohne ihn hätte die Diözese Rottenburg-Stuttgart nicht die Gestalt, die sie heute hat."
Bischof Dr. Gebhard Fürst

 

Entscheidend für seinen weiteren Weg war die Berufung durch Bischof Georg Moser im November 1985 zum Sekretär der Rottenburger Diözesansynode 1985/86. In seiner zur gleichen Zeit  beginnenden neuen Aufgabe als Leiter des Seelsorgereferats, der späteren Hauptabteilung Pastorale Konzeption, erarbeitete er in den Folgejahren gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den Impulsen und Beschlüssen der Diözesansynode Seelsorgekonzepte, in deren Zentrum die Erneuerung und Verlebendigung des Gemeindelebens standen.

Ebenfalls 1985 ernannte Bischof Moser den Domkapitular zum Domdekan am Rottenburger St.-Martins-Dom und damit auch zum Sprecher des Domkapitels. In diesem Amt war er maßgeblich für die Renovierung und Neugestaltung des Rottenburger Doms in den Jahren 2001 bis 2003 mitverantwortlich. Am 1. September 2004 trat er den Ruhestand an.

Georg Kopp hat in seiner Amtszeit Impulse für die Gemeindepastoral gesetzt und Strukturen geschaffen, die bis heute wirken und fruchtbar sind. "Wir verabschieden uns von einem menschennahen Priester und Seelsorger und einem kreativen Gestalter der Pastoral, dem wir von Herzen dankbar sind", so Bischof Gebhard Fürst. "Ohne ihn hätte die Diözese Rottenburg-Stuttgart nicht die Gestalt, die sie heute hat."

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