Zum Inhalt springen

Millionen-Programm für Familienzentren

Diözese: Vom Modellprojekt zur Regelförderung

Stuttgart

Bis zum Jahr 2021 stellt die Diözese Rottenburg-Stuttgart insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Förderung von Familienzentren zur Verfügung. Auf dem Gebiet der Diözese werden derzeit 28 Kindertageseinrichtungen für die Weiterentwicklung zum Familienzentrum gefördert, aufgrund anhaltender Nachfrage kommen im nächsten Jahr weitere hinzu. Verbindliche Voraussetzung für eine diözesane Förderung ist die Zusammenarbeit einer Kindertagesstätte in katholischer Trägerschaft mit einer Kirchengemeinde, der Caritas vor Ort und der katholischen Erwachsenenbildung. Ziel ist die Stärkung von Familien durch Angebote der Begegnung, Begleitung, Beratung und Bildung. 
Die enorme Nachfrage nach Förderleistung seitens der Einrichtungsträger zeige den Unterstützungsbedarf für Familien, sagt die Leiterin der Hauptabteilung Caritas in der Diözese, Irme Stetter-Karp. „Die wachsende Komplexität bei der Gestaltung familiärer Beziehungen, des Arbeitslebens sowie der Freizeit und des häuslichen Alltags machten außerfamiliäre Unterstützung zunehmend wichtiger, betont sie. Zudem lasse der demografische Wandel die Kleinfamilie zur Norm werden, generationenübergreifende Netze würden verschwinden und müssten durch andere Netzwerke kompensiert werden, so die Erfahrung der Sozialwissenschaftlerin. „Familienzentren leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Erziehungs- und Familienkompetenz und setzen ein Zeichen der gemeinsamen Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern in unserer Gesellschaft“, formuliert die Rottenburger Ordinariatsrätin mit Blick auf den internationalen Tag der Familie am 15. Mai. 
Das Angebot eines Familienzentrums orientiert sich am jeweiligen Bedarf und der Situation vor Ort lebender Familien. Zum Angebot zählen beispielsweise offene Treffs und Mittagstische, Eltern Cafés, Familienausflüge, Erziehungsberatung, Vermittlungen zu Fachdiensten oder Bildungsangebote für Eltern. Weitere Kooperationspartner sind unter anderem Kinderärzte, das Gesundheitsamt, Vereine, Musikschulen oder Büchereien. Die Angebote eines Familienzentrums sind für alle im Sozialraum lebenden Familien offen. 
In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es insgesamt knapp 900 Kindertages-Einrichtungen katholischer Träger mit knapp 2.500 Gruppen. Dort werden rund 45.000 Kinder von 7.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Nach einer Modellphase zwischen 2011 und 2015 wurde der Ausbau zum Familienzentrum 2017 in die Regelförderung der Diözese Rottenburg-Stuttgart aufgenommen. Die jährliche Fördersumme für ein Familienzentrum beträgt 20.000 Euro, die Förderung erstreckt sich auf einen Zeitraum von drei Jahren. Ein entsprechendes Auditierungsverfahren dient dem Qualitätsnachweis und der Profilierung einer Einrichtung. 
Zur Berichterstattung über Entwicklung und Angebot der jeweiligen Zentren vor Ort sind Sie herzlich eingeladen.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Matthias Zahner

Beeindruckende Wegmarken des Glaubens

Rottenburg am Neckar

Der emeritierte Bischof Dr. Fürst und Weihbischof Dr. Schneider segnen den nun vollständig restaurierten Prozessionsweg im Weggental in Rottenburg.

Gregor Moser

Bürgermeister bei Pilgertag in Oberschwaben

Weingarten

Rund 40 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nutzen Angebot der Diözese für Auszeit mit geistlichen Impulsen, Gesprächen und Zeit zur Besinnung.

Angelika Sönnichsen

Frieden wächst, wo Menschen einander begegnen

Rottenburg

Bischof Dr. Klaus Krämer besucht Friedens-, Bildungs- und Klimaprojekte in Burundi. In Nyanza Lac eröffnet ein Zentrum für Frieden und Versöhnung.

Markus Leser

Bischof erhebt die Klosterkirche in Rot an der Rot zum Münster

Rot an der Rot

Beim Patrozinium am Fest der Heiligen Verena gibt Pater Johannes-Baptist Schmid, Pfarrer der Seelsorgeeinheit Rot-Iller, die Ehrung offiziell bekannt.

Blutreitergruppe Meckenbeuren

In Treue zum Weingartener Blutritt

Meckenbeuren

Wie andere in den letzten Jahren feiert die Blutreitergruppe Meckenbeuren 2026 ihre Gründung vor 100 Jahren mit Gottesdienst und Reiterprozession.