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Mini-Orgel und umgearbeitete Kirchenstühle

Der Stand der Diözese auf der Kirchenmeile des Katholikentags zieht mit besonderer Gestaltung das Interesse der Besucherinnen und Besucher auf sich.

Rottenburg
Michael Müller, Regionalkantor aus Bad Mergentheim, gibt für eine Gruppe aus dem Allgäu am Stand der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein kleines Konzert an der Bausatzorgel. Angelika Sönnichsen, stellvertretende Mediendirektorin, pumpt dafür mit den Blasebälgen Luft in die Orgel. Diözese Rottenburg-Stuttgart / Arkadius Guzy

Michael Müller, Regionalkantor aus Bad Mergentheim, gibt für eine Gruppe aus dem Allgäu am Stand der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein kleines Konzert an der Bausatzorgel. Angelika Sönnichsen, stellvertretende Mediendirektorin, pumpt dafür mit den Blasebälgen Luft in die Orgel. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Arkadius Guzy

Das Lied „Alle meine Entchen“ ist am Katholikentags-Freitag in Würzburg am Stand der Diözese Rottenburg-Stuttgart sehr oft zu hören. Denn eine Miniaturorgel weckt den Spieltrieb von erwachsenen, aber auch jugendlichen und ganz jungen Besucherinnen und Besuchern.

Michael Müller, Regionalkantor aus Bad Mergentheim, fügt vor Standeröffnung die Einzelteile der als Bausatz konstruierten Orgel zusammen. Das hölzerne Instrument hat ein handliches Format, sodass es auf einem Klapptisch präsentiert werden kann. Noch während der Montage schaut ein neugieriger Organist aus Fulda vorbei. Er kommt später sogar noch einmal an den Stand, um die Orgel auszuprobieren.

Kurze, improvisierte Konzerte

Kirchenmusikstudenten, aber auch Besucherinnen und Besucher, die keine Orgel spielen, versuchen im Laufe des Tages dem Instrument Töne zu entlocken. Dabei ist immer eine zweite Person gefragt, die mit den beiden handbetriebenen Blasebälgen die nötige Luft in das Instrument pumpt. Mit „cool“ und „mega“, kommentiert der eine oder andere Jugendliche das Erlebnis.

Zwischendurch gibt Müller selbst kleine Konzerte an der Mini-Orgel. Dabei müsse er sehr improvisieren, wie er erklärt. Es mache aber Freude. „Die Orgel ist einfach nur süß“, sagt Müller. So nimmt eine Frauen-Gruppe aus dem Allgäu, die sich über die Kirchenmeile treiben lässt, im Stand Platz, um ein kurzes Konzert zu hören.

Die Sitzgelegenheiten, die die Gruppe nutzt, sind eine zweite Besonderheit: Es handelt sich um Mobiliar aus der Kirche St. Maria in Stuttgart, die gerade umgebaut wird. Die alten Ausstattungselemente wurden im Sinne der Nachhaltigkeit für den Katholikentag upgecycelt. „Schöne Gestaltung“, meint eine Besucherin. Auf ihrem Gang über die Kirchenmeile nimmt sie sich einen Moment Zeit, um das Smartphone zu zücken und den Aufbau zu fotografieren.

Ort der Begegnung und des Gesprächs

Der Stand der Diözese will aber nicht nur zum Verweilen einladen. Er ist auch als niederschwelliger Ort der Begegnung und des Gesprächs gedacht – nach dem Motto: „Miteinander Kirche der Zukunft gestalten“. Besucherinnen und Besucher können auf Notizzetteln ihre Gedanken dazu mitteilen. Erwin Graf aus Laupheim schreibt „mehr Mut, mehr Hoffnung“ auf einen Zettel. Denn jede Veränderung sei auch eine Chance, wie er sagt. „Keine Angst haben“, „Für neue Ideen öffnen“, „Miteinander im Gespräch bleiben“, sind zum Beispiel Botschaften, die andere Besucherinnen und Besucher an der Wand hinterlassen haben.

Hans-Peter Mattes, Dekanatsreferent aus Tuttlingen, interviewt über den Tag verteilt kurz verschiedene Gäste, die am Stand neben Weihbischof Matthäus Karrer als Ansprechpersonen für einzelne Themen fungieren. So darf zum Beispiel Raphael Steber, Seelsorger bei der Theresia-Hecht-Stiftung, diese Einrichtung vorstellen; und Dr. Johannes Warmbrunn und Gabriele Denner erläutern, wie das synodale Miteinander in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gelebt wird.

Dann tönen die Pfeifen: Einzelne aus dem Besucherpulk versuchen sich wieder an der Bausatzorgel – und seien es auch nur die ersten Töne von „Alle meine Entchen“.

Das gibt es am Katholikentags-Samstag zu erleben

Die Kirchenmeile auf dem 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg und damit der Stand der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind auch noch am Samstag, 16. Mai, von 10.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Als Besonderheit an dem Tag wird Bischof Dr. Klaus Krämer in der Zeit von 14 bis 15.30 Uhr an dem Stand sein.

104. Deutscher Katholikentag Würzburg

Der Stand der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf der Kirchenmeile

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