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Herz Jesu als Mittelpunkt aller Herzen

Bad Wurzach bereitet sich mit einer Lichterprozession auf das Heilig-Blut-Fest am 12. Juli vor.

Bad Wurzach
Porträtfoto im Ordensgewand.

Festgast und Reliquienträger Abt Vinzenz Wohlwend von der Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau in Bregenz - Foto: Frederick Sams

65 Blutreitergruppen und zahlreiche Musikkapellen aus der näheren und weiteren Umgebung begleiten die Kutsche mit der Heilig-Blut-Reliquie am Freitag, 12. Juli, durch die Straßen der Stadt Bad Wurzach und die Flure bis an den Fuß des Gottesbergs, wo das mit dem Blut Christi getränkte Tuchstücklein das Jahr über verehrt wird. Festgast und Reliquienträger ist in diesem Jahr Zisterzienserabt Vinzenz Wohlwend von der Abtei Wettingen-Mehrerau in Bregenz. Der Festgottesdienst mit ihm beginnt um 10.30 Uhr vor der Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg. Die Predigt stellt er unter das Leitwort „Herz Jesu, König und Mittelpunkt aller Herzen“.

Bereits am kommenden Sonntag ziehen die Gläubigen als Auftakt zum Fest um 21 Uhr mit Lichtern von der Stadtpfarrkirche St. Verena zum Gottesberg. Nach einer Andacht mit Predigt von Pfarrer Stefan Maier, Leiter der Seelsorgeeinheit Bad Wuzach, bringen sie auf dem Rückweg die Heilg-Blut-Reliquie in die Stadt, von wo die Reiterprozession am Blutfreitag startet. Am Nachmittag des eigentlichen Wallfahrtstages hält Pater Hubertus Freyberg, Geistlicher Rektor des Tagungshauses Regina Pacis in Leutkich, um 14.30 Uhr die traditionelle Bergpredigt.

Reliquie seit 260 Jahren in Bad Wurzach

Am 8. Juli ist Salvatorianerpater Wolfgang Sütterlin um 14 Uhr zu Gast bei Radio Horeb und spricht über die Heilig-Blut-Verehrung. Die Reliquie auf dem Gottesberg stammt aus dem Privatbesitz von Papst Innocenz XII., der sie im Jahre 1693 einem deutschen Pilger schenkte. Das blutgetränkte Tuchstücklein kam in einer goldenen Kapsel 1763/64 nach Bad Wurzach und erhielt eine kleine Monstranz. Die Reliquie wurde Wallfahrern am Blutfreitag zum Küssen dargereicht. Als vor über 100 Jahren Salvatorianerpatres auf den Gottesberg kamen, förderten sie die feierliche Verehrung des kostbaren Blutes. Beim ersten Blutritt am 13. Juli 1928 nahmen 350 Reiter teil.

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