Der Limes, der durch Aalen führte und dessen römisches Reiterkastell das größte seiner Art nördlich der Alpen war, ist nicht nur ein Grenzwall und Unesco-Welterbe; er kann auch unter dem Blickwinkel von Grenz- und Ausnahmesituationen gesehen werden, wie sie jeder Mensch erlebt und wie sie sich auch in der Corona-Zeit vielfach zeigen. „Ein Lebenskünstler findet in persönlichen oder gesellschaftlichen Umbrüchen immer einen gangbaren Weg“, sagt Dr. Wolfgang Steffel, der für eine religiös-spirituelle Exkursion des Dekanats Ehingen-Ulm das Leitwort „Glaubenslicht und Lebenskunst am Limes“ wählte. Die geschehe „meist auf unorthodoxe Art, mit einem guten Spürsinn und mit leichtem Gepäck“, so der Ulmer Dekanatsreferent. Momentan sei nicht die Zeit für langfristige Planung, sondern eine Lebenskunst der kleinen Schritte sei gefragt. „Und der Glaube gibt hier das richtige Licht und Orientierung, weil er Wunden, Einsamkeit, ja selbst den Tod nicht ausklammert“, ist Steffel überzeugt. Gläubige Lebenskunst sei kein verkrampfter Kampf ums Überleben, sondern Gelassenheit aus Gott und auf ihn hin.