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Mit offenem Ohr und Humor

Schwester Maria Philothea Kopp feiert an diesem Sonntag im Kloster Reute ihren 100. Geburtstag.

Reute
Die Jubilarin sitzt im Rollstuhl vor eine Marienstatue, die beiden anderen Schwestern stehen auf beiden Seiten neben ihr.

Die Jubilarin Schwester Maria Philothea Kopp zusammen mit Hausoberin Schwester Mirjam Engst (l.) und Generaloberin Schwester Maria Hanna Löhlein (r.) - Foto: Kloster Reute/Claus Mellinger

Vor 70 Jahren, am 10. März 1954, trat Schwester Philothea Kopp als damals Dreißigjährige in den Orden der Franziskanerinnen von Reute ein. Die erste Profess, das Ordensgelübde, legte sie zwei Jahre später ab. Seit 2011 lebt sie im Gut-Betha-Haus bei ihren älteren oder pflegebedürftigen Mitschwestern. Geboren wurde Sr. Philothea in Aichhalden am Rande des Schwarzwalds. Sie war die älteste von 9 Geschwistern der Familie Kopp. Ihre Kindheit und Jugend erlebte sie in gesellschaftlich und politisch bewegten Jahren. Der Pfarrer ihrer Heimatgemeinde beschied ihr, sie sei „verträglich, bescheiden und etwas schüchtern“.

Nach Reute zu den Franziskanerinnen kam die junge Frau in einer Zeit, als sich die Gemeinschaft gerade von den Kriegs- und Nachkriegswirren aufrappeln konnte. 1954 wurde das nach Besetzung und Verwüstung sanierte Mutterhaus wieder eingeweiht und von den Schwestern neu bezogen. Ihre erste Entsendung führte Schwester Philothea 1957 in das Elisabethenkrankenhaus nach Ravensburg, zwei Jahre später ins Krankenhaus nach Biberach. Nach der Rückkehr nach Ravensburg in das Haus St. Nikolaus wirkte die Ordensfrau 18 Jahre lang in Hohentengen. Ab 1985 kümmerte sie sich um die Mitschwestern, die im Ferienhaus Eglofs ihre Urlaubszeit verbrachten, kochte für sie und bewirtschaftete den Gemüsegarten.

Sie hatte immer ein Späßle parat

2001 kehrte Schwester Philothea nach Reute in das Mutterhaus zurück und wirkte in der Betreuung der Hausgäste. Dass sie „eine sehr gute Hausfrau“ sei, bescheinigten ihr Mitschwestern und Gäste. Auch wenn sie ihre Arbeit stets zügig erledigte - bei Tisch nahm sie sich Zeit für ihre Gäste, die sie als gute und zugewandte Zuhörerin schätzten. Auch in der Nachbarschaft an ihren unterschiedlichen Stationen war sie beliebt und hatte immer ein Späßle parat. Heute ist sie, manchen Einschränkungen des Alters zum Trotz, lebensfroh und bei guter Gesundheit. Auf ihren Geburtstag freut sie sich. Ihr Glaube und ihre franziskanische Berufung haben sie ihr Leben lang getragen.

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