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Mobiler Ort des Austauschs und der Begegnung

Der von Jugendlichen gestaltete „Blauwagen“, der im vergangenen Sommer auf Tour war, „überwintert“ im Garten des Haues der katholischen Kirche.

Aalen

Betriebsseelsorgerin Karolina Tomanek vor dem „Blauwagen" im Garten des Hauses der Katholischen Kirche, wo er momentan „überwintert". Foto: Schwenk

Der Blauwagen ist ein bunt bemalter Wagon. Blumen strecken ihr fröhliches Gesicht in das dominierende Himmelsblau, ein paar Fenster gewähren Einblicke in den Innenraum. „Kühlschrank, Arbeitsplatte, Kaffeemaschine – es ist alles da“, berichtet Karolina Tomanek, Betriebsseelsorgerin und Mit-Initiatorin des Projektes. In drei Wochen hatten knapp 40 Auszubildende aus Aalener Firmen im letzten Frühjahr den alten Bauwagen renoviert und gestaltet. Anne Klöcker vom Haus der Jugend hatte das Projekt zusammen mit der Katholischen Betriebsseelsorge auf den Weg gebracht. Die Idee dahinter war, Jugendlichen etwas anzubieten, ein Projekt, bei dem sie etwas planen, herstellen und selbst gestalten konnten.

In der Arbeit Sinn finden, das selbst Überlegte in die Tat umsetzen - auch das war ein großer Teil des ganzen Projektes. Die Jungs und Mädchen sollten sich von Anfang an Gedanken machen, wie der Wagen am Ende aussehen und welche Funktionen er haben soll. Zudem wurde darauf geachtet, bereits vorhandenes Material zu nutzen. So zum Beispiel die Bretter, die für die Kunstinstallation „Abgehängt“ verwendet wurden. „Daraus haben wir die Regale gebaut“, so Tomanek.

Kaffee und Kuchen und immer ein kleines Programm

Der Blauwagen, finanziell unterstützt von der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Projekt „Junge Erwachsene“) und von der Baden-Württemberg-Stiftung „Kinderland“, war bereits an mehreren Stationen im vergangenen Sommer unterwegs. Auf der Schillerhöhe, im Stadtgarten, vor dem Haus der Jugend, in Wasseralfingen und dann wieder im Stadtgarten, wurde er zum Treffpunkt für viele Menschen. „Wir haben Kaffee und Kuchen zum günstigen Preis angeboten und es gab immer ein kleines Programm“, blickt die Betriebsseelsorgerin zurück. Ein Clown besuchte beispielsweise einmal den Blauwagen, es gab Musik mit dem Aalener Künstler Matthias Kehrle, eine Kräuterführung, Raketenbauen mit „explorhino“ und vieles mehr. „Es ist sehr gut bei den Menschen angekommen“, resümiert Tomanek.

Für alle Generationen gedacht

Nach seiner „Winterpause“ im Garten des Hauses der Katholischen Kirche, wird der Blauwagen auch wieder losziehen. Finanziell gefördert von der Stadt Aalen (Bereich Seniorenarbeit und Bereich Jugend) soll der mobile Ort des Austauschs und der Begegnung auch in 2023 belebt sein. „Wichtig ist uns insgesamt, dass sich alle Generationen angesprochen fühlen“, beschreibt Karolina Tomanek. Dafür überlegen sich Tomanek und Klöcker schon jetzt, wer oder was in den Sommermonaten für Unterhaltung sorgen könnte. Am Blauwagen, am mobilen Ort des Austauschs und der Begegnung.

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